Car Collection: Frühes Aus nach guter Trainingsleistung

„Das war nicht unser Tag“, kommentierte Peter Schmidt (Eltville-Erbach), Teamchef von Car Collection, das Abschneiden beim siebten Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring, „aber irgendwann musste es uns ja auch einmal erwischen.“ Dabei hatte es für die Mannschaft von Car Collection beim 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen gar nicht so schlecht begonnen.

Das Team war an einem durchaus schönen Tag in der Eifel diesmal nur mit zwei Porsche 997 GT3 angetreten. Die Startnummer 99 teilten sich beim Saison-Höhepunkt der VLN Christopher Zöchling (Eichenau), Marcel Blumer (Schweiz) und Teamchef Schmidt. Im Training schaffte das Trio eine Rundenzeit von 8.34,338 Minuten. „Damit war ich mehr als zufrieden“, freute sich der Teamchef. In dem hochkarätigen Feld reichte diese Zeit zu Startplatz 25 und Rang 4 in der Porsche-Cup-Klasse.

Hinter dem Steuer der Startnummer 67 wechselten sich Egon Allgäuer (Österreich), Bernd Jung (Erbach), Andreas Ziegler (Sinzig) und Johannes Siegler (Lohr am Main) ab. Der Porsche aus der Klasse SP7 konnte sich im Training, was bei nahezu idealen Verhältnissen stattfand, ebenfalls weit vorne platzieren. Die schnellste Runde von 8.44,579 Minuten brachte dem Quartett Position 30 in der Startaufstellung. „Mit der Vorstellung im Training war ich recht glücklich, leider konnten wir diese Leistungen im Rennen nicht wiederholen“, zog Schmidt ein vorläufiges Fazit vor dem Start des 6-Stunden-Rennens.

Für die 99 endete das Rennen bereits in der sechsten Runde. Nachdem der Porsche in der erweiterten Spitzegruppe mitgefahren war, kam es zu einer Kollision mit einem Kontrahenten aus der Porsche Cup-Klasse. Der Schlag auf das rechte Hinterrad bedeutete eine längere Reparaturpause. „Wir haben gut eine Stunde in der Box gestanden, bevor wir weiterfahren konnten. Als das Getriebe kurz darauf verdächtige Geräusche machte, haben wir vorsichtshalber lieber aufgehört“, erläuterte der Teamchef die Situation.

Der Leidensweg der 67 begann schon vor dem fliegenden Start. In der Einführungsrunde kehrte der Porsche bereits nach der Kurzanbindung an die Box zurück. Ein Schaden machte den Wechsel der Frontscheibe notwendig. Das Team wechselte die Scheibe in der kurzen Zeit der Einführungsrunde. „Zum Glück hat das nicht viel Zeit gekostet“, erklärte Schmidt später. Der Porsche startete pünktlich zu Beginn des Rennens aus der Box. Aber bereits kurze Zeit später stand der Porsche wir vor der Box. Nach einer Kollision musste ein Scheinwerfer getauscht werden. „Trotz dieser unfallbedingten Reparatur, waren wir nach 2 Std schon in den Top 20 und auf Platz 3 in der Klasse SP7“, Schmidt betonte die gute Leistung seiner Piloten. Nach zwei Rennstunden war dann aber doch endgültig Schluss. Ein weiterer Unfall beendete den Auftritt des letzten Porsche von Car Collection.

„Wir sollten dieses Rennen ganz schnell vergessen und nach vorn auf den nächsten VLN-Lauf schauen. Dann werden wir sicher wieder mehr Erfolg haben und diesen Auftritt endgültig zu den Akten legen“, lautete die ernüchterte Bilanz des Teamchefs zum Abschluss. Bereits in drei Wochen, am 25. August, kann Car Collection zeigen, dass es auch deutlich glücklicher geht. „Ich weiß ja, was wir können und diesmal hatten wir etwas Pech“, Schmidt hofft, schon beim nächsten Rennen in die Erfolgsspur zurückzufinden.

Text: Martin Brock-Konzen und Fotos: Hardy Elis