Die kurze Nacht bei den 24h of Spa ist vorbei und obwohl es wenige Neutralisationen auf der Strecke gab, hat sich durch Ausfälle und Zwischenfälle einiges im Klassement getan.
Am Samstagabend gab es eine weitere Safety-Car-Phase nachdem der Aston Martin von Comtoyou Racing mit der #11 nach einer Berührung in Raidillon abgeflogen ist. Nach dem Restart übernahm der GetSpeed Mercedes #17 die Führung und konnte sich etwas von der Konkurrenz absetzen.
Die nächste Neutralisation, die in Folge eines Ausritts des Rinaldi Racing Ferrari ausgerufen wurde, wurde zugunsten der Streckenreinigung verlängert. Durch einen taktischen Schachzug mit einem kürzeren Boxenstopp übernahm die Mamba #48 die Führung von seinem Markenkollegen.
Die #57 wurde in La Source umgedreht, konnte die Fahrt nach diesem Zwischenfall aber zunächst fortsetzen. In der Nacht musste Winward Racing das Fahrzeug aufgrund von Schäden durch kleinere Zwischenfälle auf der Strecke abstellen.
Auch weitere Favoriten mussten ihr Rennen vorzeitig beenden:
Fabian Schiller musste die Startnummer #17 nach Kollision mit der #99 abstellen – auch für den Audi von Tresor Attempto war das Rennen nach dem Zwischenfall beendet.
Mattia Drudi steuerte mit starken Vibrationen im Fahrzeug die Box an – als Ursache wurde der Antriebsstrang ausgemacht, was auch für die Vorjahressieger das vorzeitige Aus bedeutet.
Außerdem schied die #911 von Pure Rxcing mit Problemen an der Servolenkung aus.
Der Paradine Competition BMW M4 GT3 verlor nach einer Kollision ein Vorderrad, wodurch er auch Bremsflüssigkeit verlor. Er schleppte sich zurück zur Box, setzte die Fahrt auch nach der Reparatur fort, steht aber aktuell erneut an der Box – an dem Auto wird aber noch gearbeitet. Im Gegensatz zum Schwesterfahrezug #992, das am frühen Morgen ausschied.
Auch die Polesetter von 2024 kamen nicht problemlos durch die Nacht. Nach einer Berührung mit einem anderen Fahrzeug steuerte Franck Perera im Lamborghini von VSR mit Problemen an der Servolenkung die Box an. Das Team nutzte die Reparatur für einen Bremsenwechsel und damit für den vorgeschriebenen 5-minütigen Servicestopp, verlor aber dennoch zahlreiche Positionen und musste kurz darauf das Auto endgültig abstellen.
Bei Tagesanbruch hatte der von Pole gestartete Garage 59 McLaren einen schleichenden Plattfuß, weshalb er einen zusätzlichen Stopp einlegen musste und viele Positionen verlor.
Der McLaren #23 hatte auf der Strecke einen Motorschaden und schied aus, während Thomas Drouet seinen HRT Mustang #64 nach Kollision mit der #48 abstellen musste.
Aus der Spitzengruppe haben alle Fahrzeuge in den FCY ihren Servicestopp absolviert. Aktuell liegen die Top-13 in einer Runde. Der BMW mit der #31 von WRT ist das erste überrundete Fahrzeug. Das Team musste nach einer Berührung am Abend einen kurzen Reparaturstopp einlegen, wodurch sie eine Runde verloren.
Aktuell führt der GRT Lamborgrhini #63 von Engstler, Bortolotti und Pepper vor dem Rowe BMW #998 von Hesse, Harper, Eng und der AF Corse Ferrari #51, der nach den Bremsproblemen in der Anfangsphase zurück in der Spitzengruppe ist.
Text: Laura Brunnenmeister, Foto: Kevin Pecks


