Grasser Racing hat das Samstagabendrennen in Magny-Cours gewonnen und ist damit der siebte unterschiedliche Sieger in ebenso vielen Sprint-Cup-Rennen dieser Saison. Fünf Wochen nach dem Triumph bei den CrowdStrike 24 Stunden von Spa holten Luca Engstler und Jordan Pepper im #63 Lamborghini ihren ersten Sprint-Sieg 2025 – ein Erfolg, der vor allem den starken Leistungen beider Fahrer zu verdanken ist. Das Duo führte ein Spitzenfeld an, in dem sieben verschiedene Hersteller vertreten waren. Gleichzeitig kam es in den Klassenwertungen des Silver und Bronze Cup zu Führungswechseln.

Engstler startete von der Pole und verteidigte seine Position vor dem #96 Rutronik Racing Porsche durch die schnelle Anfangssequenz. Bereits in der ersten Runde schied einer der Sieganwärter aus: Der #51 AF Corse – Francorchamps Motors Ferrari wurde in der Adelaide-Haarnadel gedreht, wofür der #111 CSA Racing McLaren später eine Durchfahrtsstrafe erhielt. Kurz darauf musste das Rennen nach einem Massencrash an derselben Stelle neutralisiert werden.

Nach dem Re-Start baute Engstler einen kleinen Vorsprung auf Patric Niederhauser im #96 Porsche auf – rund zwei Sekunden trennten die beiden, als das Boxenstoppfenster öffnete. Beide Teams kamen gleichzeitig zum Service, was ein spannendes Duell zwischen Grasser und Rutronik einleitete. Eine kleine Verzögerung beim Reifenwechsel des Lamborghini kostete wertvolle Zeit und brachte Sven Müller im Porsche knapp vor Jordan Pepper zurück auf die Strecke.

Viele Sprint-Cup-Rennen werden durch solche Boxenstoppentscheidungen entschieden, doch Pepper hatte andere Pläne. Der Südafrikaner schloss schnell auf Müller auf und setzte mehrfach zum Angriff an – zunächst ohne Erfolg. Nach einer Full-Course-Yellow-Phase, die wegen eines liegengebliebenen McLaren nötig wurde, startete Pepper einen weiteren Versuch. Auf der Anfahrt zu Chateau d’Eau überholte er Müller schließlich und ließ sich die Führung nicht mehr nehmen. Im Schein der untergehenden Sonne und später unter Flutlicht fuhr Pepper den Lamborghini souverän ins Ziel und sicherte Grasser Racing den ersten Sprint-Cup-Sieg seit 2018 – mit gut einer Sekunde Vorsprung vor dem Porsche.

Das Podium komplettierte der #32 Team WRT BMW. Charles Weerts stoppte besonders früh und übergab an Kelvin Van der Linde, dessen schnelle Outlap das Auto an vier Konkurrenten vorbeibrachte – darunter auch den #48 Winward Racing Mercedes-AMG. Lucas Auer und Maro Engel kamen nach einem turbulenten Rennen auf Platz vier ins Ziel. Fünfter wurde der #9 Boutsen VDS Mercedes-AMG, der damit sein bestes Saisonergebnis erzielte.

Platz sechs ging an den #58 Garage 59 McLaren von Louis Prette und Tom Fleming, die damit ihren zweiten Gold-Cup-Sieg in den letzten drei Rennen feierten. Fleming überzeugte besonders im ersten Stint und half, den #25 Saintéloc Racing Audi zu schlagen. Der von der Klassen-Pole gestartete #69 Emil Frey Ferrari fiel nach dem Startcrash in der Adelaide-Haarnadel ans Ende des Feldes zurück.

Im Silver Cup setzten Jamie Day und Kobe Pauwels ihre Erfolgsserie fort: Im #21 Comtoyou Racing Aston Martin feierten sie ihren zweiten Sieg in Folge und übernahmen damit die Tabellenführung. Dahinter folgten der #52 AF Corse – Francorchamps Motors Ferrari mit Marcos Siebert und Jef Machiels sowie der #10 Boutsen VDS Mercedes-AMG. Das bisher führende Tresor Attempto Racing-Team verlor durch das frühe Aus des #99 Audi seine Spitzenposition in der Wertung.

Auch im Bronze Cup gibt es einen neuen Tabellenführer: Bashar Mardini und Bastian Buus sicherten sich im #89 Lionspeed GP Porsche ihren zweiten Saisonsieg und wehrten dabei den späten Druck des #991 Paradine Competition BMW ab. Damit übernahm das deutsche Team die Führung von der #74 Kessel Racing Ferrari-Crew, die sich nach einem Start von ganz hinten bis auf Platz fünf vorarbeitete.

Viel Zeit zum Durchatmen bleibt den Teams nicht: Schon am Sonntagmorgen um 10:30 Uhr (CEST) steht das zweite Qualifying an. Es legt die Startaufstellung für das nächste 60-Minuten-Rennen fest, das um 15:15 Uhr startet. Beide Sessions werden live auf dem GT-World-YouTube-Kanal übertragen.

Text und Foto: SRO/GT World Challenge Europe


 

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