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Ein bisschen rätselte man beim Attempto Team bei den 24 Stunden von Spa schon: Beim alljährlichen Highlight der Blancpain-GT-Serie in den belgischen Ardennen gelang es nicht ganz, die Form des offiziellen Testtags knapp vier Wochen zuvor wiederzufinden. Schon in den Trainings- und Qualifyingsessions zeigte sich: Auf die Spitze fehlte den beiden Lamborghini Huracán der Mannschaft aus Hannover ein bisschen mehr Speed als erwartet.

Im Rennen galt es es unter diesen Umständen dann vor allem, ohne Probleme durchzukommen, durch Konstanz und Zuverlässigkeit zu punkten und keine großen Risiken einzugehen. Wozu auch gehörte, sehr viel in den Rückspiegel zu schauen, um schnelleren Platz zu machen. Mit dem Nachteil, den das häufige Verlassen der Ideallinie automatisch mit sich bringt: die Reifen sammeln dann enorm viel „Pick up“, neben der Ideallinie liegenden Reifenabrieb, auf und machen das Auto so unruhiger und schwieriger zu fahren

Das Vorhaben, ohne Zwischenfälle über die 24-Stunden-Distanz zu kommen, gelang am Ende zumindest mit einem Auto: Die Nummer 67 mit Giorgio Maggi (CH), Sarah Bovy (BEL), Clement Mateu (F) und Jürgen Krebs (D), sah die schwarz-weiß karierte Flagge – auf Platz sechs in der AM-Kategorie, auf Rang 31 im Gesamtklassement.  Die Nummer 66 mit den beiden Niederländern Jaap van Lagen und Max van Splunteren sowie dem Kanadier Mikael Grenier, die in der PRO-Kategorie am Start war, musste dagegen nach Feindberührung und weiteren technischen Problemen vier Stunden vor Rennende aufgeben.

Teammanagerin Nancy Kahnt:
Unser 66er-Auto hatte gute Pace, bis Grenier mit einem Mercedes zusammen stieß und wir auf Platz 23 liegend das Lenkgetriebe wechseln mussten. Das warf uns 13 Runden zurück und von da an war eine angestrebte Top-15- Platzierung nicht mehr möglich. Vier Stunden vor Schluss hörte Jaap van Laagen dann starke Geräusche im Auto, die auch nicht besser wurden. Angesichts unserer 32. Position entschieden wir dann, das Auto abzustellen, um weiter Schäden und damit auch zusätzliche Kosten zu vermeiden.

Mit dem anderen Auto, der Nummer 67, haben wir immerhin die Zielflagge gesehen. Stolz bin ich auf jeden Fall auf Giorgio Maggi, der in seinem ersten 24-Stunden-Rennen komplett organisiert war und gut durchgehalten hat. Sarah Bovy ist professionell, hatte es aber nicht leicht, dass sie erst in der Rennwoche zu unserem Team stieß und unser Auto vorher überhaupt nicht kannte. Clement Mateu und Jürgen Krebs erwiesen sich wieder einmal als gute Gentlemen-Fahrer, die dabei auch noch eine Menge Spaß hatten. Insgesamt hat das Team einen super Job gemacht, Schade nur, das wir dafür nicht wirklich belohnt wurden.

Max van Splunteren (Auto #66):
Spa war nicht nett zu uns. Wir mussten das Auto nach 20 Stunden zurück ziehen. Dabei hatten die ersten beiden Rennstunden so vielversprechend ausgesehen, als wir durch eine perfekte Strategie von Startplatz 57 bis auf Rang 22 nach vorne gekommen sind. Danke an das ganze Team und meine Teamkollegen für den tollen Einsatz, am Ende ist er leider nicht belohnt worden.“

Giorgio Maggi (Auto #67):
Ich bin zwar happy, dass wir am Ende ins Ziel gekommen sind, aber trotzdem war unser Speed zu langsam. Das Auto fühlte sich in von den ersten Trainings an komplett anders an als beim offiziellen Test Anfang Juli. Wir haben vieles am Set-up ausprobiert, sind jedoch nicht auf die gewünschten Zeiten gekommen, waren deutlich langsamer als beim Testen. Meine Teamkollegen haben alle einen guten  Job gemacht, das Auto ist heil in Ziel gekommen. Die Strategie vom Team hat auch gut funktioniert und die Boxenstopps waren immer schnell genug. Es ist ein schönes Gefühl, dass ich das erste 24-Stunden-Rennen meiner Karriere auch beenden konnte, aber ich hätte mir halt trotzdem gewünscht, dass wir insgesamt ein bisschen schneller gewesen wären.“

Text: Attempto Racing GmbH   Fotos: Gruppe C

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