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Eine turbulente Anfangsphase in Spa-Francorchamps liegt hinter uns. Aktuell bestimmen zwei Audi Teams das Geschehen an der Spitze und sind dabei pro Runde sage und schreibe durchschnittlich fünf Sekunden schneller als die Konkurrenz. Für alle VLN Besucher fassen wir noch einmal kurz die Ereignisse der ersten sechs Stunden zusammen.

Stunde 1:
Pünktlich um 16 Uhr startete die Highlightveranstaltung der Blancpain Endurance Series auf dem Traditionskurs in Spa-Francorchamps. Dabei waren es zunächst die beiden Prospeed Competition Porsche 997 GT3 R, die sich einen packenden Kampf um die Führung lieferten. Beide Fahrzeuge kollidierten jedoch nach einem teaminternen Missverständnis beim Anbremsen auf die Bus-Stop Schikane miteinander und mussten unfreiwillig die Box zur Reparatur ansteuern. Davon profitieren konnte die Startnummer 50, der AF Corse Ferrari 458 Italia (Besetzung: Jack Gerber, Matt Griffin, Nikki Cadei und Marco Cioci), der die erste Rennstunde in Führung liegend abschloss. Auf der zweiten Position folgte der AutOrlando Sport Porsche 997 GT3 R, der damit auch gleichzeitig die Pro-Cup Klasse anführte.

Für eine Schrecksekunde sorgte in der Anfangsphase einer der beiden gestarteten McLaren GT (#59 Andrew Kirkaldy, Oliver Turvey und Alvaro Parente), der nach einem heftigen Einschlag in La Source für die erste Safety-Car Phase im Rennen sorgte. Somit war die 24-stündige Hatz für das starke Fahrertrio bereits früh beendet. Kirkaldy klagte anschließend über Rückenschmerzen und wurde nach dem Pflichtbesuch im Medical Center zur genaueren Untersuchung in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht.

Stunde 2:
Wer gedacht hat, dass sich das Rennen nach der ersten Stunde beruhigen würde, der irrte. Auch in der zweiten Stunde ging es nicht minder spannend zur Sache. Während der in Führung liegende AF Corse Ferrari eine Durchfahrtsstrafe erhielt, übernahm das Blancpain-Reiter Team (#24 Marc A. Hayek, Peter Kox und Jos Menten) das Zepter an der Spitze, nachdem die Teamkollegen (#25 Eugenio Amos, Nikolaus Mayr-Melnhof und Albert von Thurn und Taxis) die Mauer am Eingang der Boxenstraße mit ihrem Lamborghini trafen. Pilot Mayr-Melnhof konnte zum Glück unverletzt aussteigen, das Fahrzeug war jedoch erheblich beschädigt.

„Ich denke er war einfach zu aggressiv bei der Einfahrt in die Box. Es ist natürlich schade, dass wir nach zwei Stunden bereits das erste Fahrzeug verloren haben“, sagte ein unglücklicher Teamchef Hans Reiter.

Stunde 3:
In der dritten Stunde setzte der Regen in Belgien ein und es begann der Audi Showdown auf der Ardennen-Achterbahn. Mike Rockenfeller, Pilot des Phoenix Audis mit der Nr. 98, zeigte sich zwar optimistisch, mahnte aber gleichzeitig zur Vorsicht.

„Es ist gut, dass die beiden Phoenix Fahrzeuge derzeit um die Führung kämpfen. Aber wir müssen trotzdem weiter konzentriert bleiben, da noch einige Stunden vor uns liegen. Außerdem sind die Bedingungen draußen zurzeit schwierig, da sich das Wetter ständig ändert.“

Recht hatte er, da sein Fahrzeug zwischenzeitlich mit Getriebeproblemen die Box ansteuern musste.

Während sich alle vorne auf den Zweikampf der beiden Phoenix Audis konzentrierten, schob sich einer der Vita4one Ferrari (#2 Niek Hommerson, Louis Machiels, Andrea Bertolini und Michael Bartels) kontinuierlich nach vorne. Von der Box aus gestartet lag man nun bereits auf der fünften Gesamtposition.

Stunde 4:
Auch die Polesetter von Marc VDS Racing haderten in der Anfangsphase mit zahlreichen Problemen. Dennoch konnte man die Fahrt auch nach einem kurzen Brand fortsetzen. Genauso wie die Teamkollegen, die aufgrund eines Reifenschadens ebenfalls unfreiwillig die Box ansteuern mussten.

Bas Leinders: „Ich würde es natürlich bevorzugen, im trockenen zu fahren. Aber ich beschwere mich auch nicht über Regen im Rennen, weil wir gesehen haben, dass das Auto unabhängig von der Witterung gut funktioniert.“

Am Ende der vierten Stunde führte der Audi R8 LMS von Ekström/Franchi/Scheider vor dem Schwesterfahrzeug von Basseng/Haase/Stippler. Auf Rang drei folgte das AutOrlando Team.

Stunde 5:

Derweil liegt der Audi R8 LMS von Phoenix Racing in Front des Feldes. „Der Start war etwas unglücklich. Einige Fahrer haben anscheinend vergessen, dass wir ein 24h-Rennen fahren und keinen Sprint. Wir haben uns aber aus allen Turbulenzen heraus gehalten und das Team macht einen super Job. Wir sind sehr glücklich, wissen aber auch, dass das Rennen noch sehr, sehr lang ist“, resümiert Phoenix-Pilot Marc Basseng.

Kein Ende nimmt die Pechsträhne von McLaren. Nachdem ein Fahrzeug bereits in der ersten Rennstunde verunfallt war, hat der McLaren GT mit der Startnummer 58 Feuer gefangen und ist auf der Strecke ausgerollt. Wenigstens das dritte noch verbliebene Schwesterzeug spult dahingegen weiter seine Runden ab.

Viel Arbeit hatten die Mechaniker von Prospeed Competition, für die die Startphase alles andere als planmäßig verlief. Der Porsche 911 GT3 R des Teams aus Belgien von Marc Goossens, Jan Heylen und Maxime Soulet ist mittlerweile wieder auf der Strecke unterwegs, während zuvor das komplette Lenkgetriebe ausgetauscht wurde. Der Grund hierfür war eine Kollision mit dem Schwesterfahrzeug (Startnr. 74), welches daraufhin nach vier Stunden das Rennen vorzeitig beenden musste.

Stunde 6:

Weit zurück geworfen wurde das ebenfalls von der Nordschleife bekannte Haribo Team Manthey. „Die Lichtmaschine musste ausgetauscht werden. Wirklich schade, zumal wir um die Spitze mitgekämpft haben“, ist Richard Westbrook sichtlich enttäuscht. Zum aktuellen Zeitpunkt rangiert man auf Platz 31.

Zwischenzeitlich musste auch Marc VDS Racing die Segel streichen. Wegen eines Schadens am Fahrzeug-Differential musste der BMW Z4 GT3, der von der Pole Position gestartet war, das Rennen beenden. „Das Team hat sehr gut gearbeitet, wir hatten einen super Speed und eine ideale Unterstützung durch BMW aber in einem 24h-Rennen kann so etwas nun einmal passieren. Optimistisch können wir aber dem nächsten Lauf der Blancpain-Serie entgegen blicken“, resümierte Marc Hennerici, der im VDS-Z4 am Lenkrad drehte.

Die führenden Fahrzeuge in den einzelnen Klassen auf einen Blick:

PRO CUP: Nr. 99 Team Phoenix Audi R8

PRO-AM: Nr. 2 Vita4one Ferrari

GENTLEMAN TROPHY: Nr. 124 Mühlner Motorsport Porsche

CUP Class: Nr. 104 Speed Lover Porsche

GT4 CUP: Nr. 70 Lotus Sport Italia Evora

Text: Daniel Cornesse / Markus Plützer

Fotos: Patrick Liepertz

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