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Das 46. ADAC Zurich 24h-Rennen ist für Mercedes-AMG erfolgreich zu Ende gegangen. Nach dem dritten Platz aus dem Vorjahr erzielen die Mercedes-AMG GT3 diesmal sogar ein Doppelpodium bei dem legendären Eifel-Marathon. Der zweite Platz geht an Adam Christodoulou (GBR), Maro Engel (GER), Manuel Metzger (GER) und Dirk Müller (GER) vom Mercedes-AMG Team BLACK FALCON.

Auf regennasser Strecke fuhren Yelmer Buurman (NED), Thomas Jäger (GER), Jan Seyffarth (GER) und Luca Stolz (GER) im Schwesterfahrzeug #5 auf den dritten Rang. Neben dem Doppelpodium gab es auf der Nürburgring-Nordschleife noch zwei weitere Top-Ten-Platzierungen in der Gesamtwertung, sowie zwei überzeugende Klassensiege von Mercedes-AMG GT4 Fahrzeugen, die erstmals bei dem 24-Stunden-Rennen am Start waren.

Das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring war von zwei sehr unterschiedlichen Hälften geprägt: Bis in die Nacht hinein erlebten die 210.000 Zuschauer bei optimalen äußeren Bedingungen eine spannende Tempojagd über die Nordschleife, bei der sich die Mercedes-AMG GT3 Fahrzeuge von Anfang an in der Spitzengruppe festsetzen konnten. Ab der Rennmitte sorgte ein Unwetter und bis zum Rennschluss anhaltender Regen für dramatische Szenen und zusätzliche Spannung. Am Ende machten die Sportwagenmarken Mercedes-AMG und Porsche in einem packenden Finish den Sieg unter sich aus.

Von Beginn an mit an der Spitze lag der vom vierten Platz gestartete Mercedes-AMG GT3 #4 des Mercedes-AMG Teams BLACK FALCON. Adam Christodoulou (GBR), Maro Engel (GER), Manuel Metzger (GER) und Dirk Müller (GER) übernahmen in er Nacht die Führung und bauten diese deutlich aus. Zudem wurde der bis dato Zweitplatzierte mit einer Zeitstrafe belegt. 3:30 Stunden vor Ende des Rennens kam es wegen zunehmend schlechter Sichtverhältnisse zu einer Unterbrechung des Rennens.

Durch den Restart hinter dem Safety-Car war der Vorsprung jedoch dahin und der einzige Verfolger, der noch in der gleichen Runde wie der führende Mercedes-AMG GT3 war, konnte sofort Druck auf Schlussfahrer Adam Christodoulou aufbauen. Eine Stunde vor Rennende musste Christodoulou den Porsche schließlich passieren lassen. Auf regennasser Strecke lieferten sich die Führenden noch einige packende Duelle um den Sieg. Mit zunehmender Renndauer verlegte sich Christodoulou jedoch darauf, den zweiten Platz sicher ins Ziel zu bringen.

Hinter dem Führungsduo setzte sich die #5 des Mercedes-AMG Teams BLACK FALCON im Kampf um den verbleibenden Podiumsplatz durch. Beim Restart nahm das Fahrzeug von Yelmer Buurman (NED), Thomas Jäger (GER), Jan Seyffarth (GER) und Luca Stolz (GER) den Rest des Rennens vom fünften Platz aus in Angriff. Schlussfahrer Buurmann zog zunächst am BLACK FALCON Mercedes-AMG GT3 #6 vorbei und kassierte mit einer fahrerisch starken Leistung eine halbe Stunde vor Schluss noch den vor ihm liegenden Aston Martin. Nach 135 Runden machte der Niederländer das Doppelpodium für Mercedes-AMG und BLACK FALCON perfekt.

Im Mercedes-AMG GT3 #6 konnte Schlussfahrer Hubert Haupt nicht mehr in den Kampf um das Podest eingreifen. Eine halbe Stunde nach dem Restart büßte er seinen zwischenzeitlichen dritten Rang ein. Im Ziel wurde das neben Haupt noch von Nico Bastian (GER), Erik Johansson (SWE) und Gabriele Piana (ITA) pilotierte Customer Racing Fahrzeug schließlich auf dem fünften Platz abgewinkt. Das starke Team-Ergebnis der Mercedes-AMG GT3 vervollständigte die #16 von Landgraf Motorsport mit dem zehnten Gesamtrang für Sebastian Asch (GER), Kenneth Heyer (GER), Edward Sandström (SWE), Tristan Vautier (FRA).

Pech hatten beim 24-Stunden-Rennen die beiden Mercedes-AMG GT3 von Mercedes-AMG Team MANN-FILTER. In der Nacht schied die #47 von Dominik Baumann (AUT), Daniel Juncadella (ESP), Edoardo Mortara (ITA) und Renger van der Zande (NED) nach einem Unfall auf dem dritten Rang liegend aus. Die #48 des Teams wurde durch Reparaturpausen weit zurückgeworfen: Indy Dontje (NED), Maximilian Götz (GER), Christian Hohenadel (GER) und Doppelstarter Renger van der Zande beendeten das Rennen nach einer bravurösen Aufholjagd noch auf dem 17. Rang.

Sehr erfolgreich verlief die Premiere der Mercedes-AMG GT4 beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. In der Klasse SP8T holte sich die #190 (Mercedes-AMG Team Driving Academy) mit Jethro Bovingdon (GBR), Christian Gebhardt, Bernd Schneider und Patrick Simon (alle GER) einen souveränen Klassensieg mit neun Runden Vorsprung. In der Gesamtwertung kam das Quartett auf einen beachtlichen 22. Rang. In der Klasse SP10 sorgt der neue Rennwagen aus Affalterbach auf Anhieb für einen Doppelsieg. Das BLACK FALCON Team IDENTICA absolvierte 116 Runden: Platz Eins für Carlos Gomez (USA), Stefan Karg (GER), Fidel Leib (GER) und Kim-Luis Schramm (GER). Der zweite Klassenplatz ging an Jochen Herbst (GER), Daniel Schwerfeld (GER), Domenico Solombrino (ITA), Christian Stingu (GER) von Mathol Racing e.V..

Maro Engel, Mercedes-AMG Team BLACK FALCON #4: „Vielen Dank an das gesamte Team BLACK FALCON und an meine Teamkollegen. Alle haben eine super gute Leistung gezeigt. Auch an Adam, der am Ende unter größtem Druck nochmal alles probiert hat. Wir hätten das Rennen natürlich wahnsinnig gerne gewonnen. Es ist sehr schade, dass wir unseren herausgefahrenen Vorsprung durch die Rennunterbrechung und die anschließende Egalisierung verloren haben. Auf 24 Stunden waren wir vielleicht auch die Schnellsten, aber eben nicht im letzten Sprint-Rennen nach dem Restart. Aber trotzdem ist es ein sehr emotionales Podium für mich.“

Dirk Müller, Mercedes-AMG Team BLACK FALCON #4: “Ich habe ein weinendes und ein lachendes Auge. Aber am Ende bin ich super happy mit dem zweiten Platz und stolz auf das gesamte Team. Yelmer hat am Ende noch einen super Job gemacht und ist auf den dritten Platz nach vorne gefahren. Zwei Podiumsplatzierungen mit Rang zwei und drei und Platz fünf mit der Startnummer 6 – das ist ein herausragendes Ergebnis des gesamten Teams.“

Thomas Jäger, Mercedes-AMG Team BLACK FALCON #5: „Wir freuen uns natürlich sehr über Platz drei. Der Mercedes-AMG GT3 hat wieder seine Standfestigkeit und Verlässlichkeit gezeigt. Zwei Mercedes-AMG Teams auf dem Podium, das ist ein klasse Ergebnis. Aber auch großes Kompliment und Glückwunsch an Porsche, das war ebenfalls eine ganz starke Leistung.“

Luca Stolz, Mercedes-AMG Team BLACK FALCON #5: „Yelmer hat bei seinem Stint am Schluss einen Wahnsinns-Job gemacht. Er hat die Lücke zugefahren, hat überholt und Platz drei geholt. Wir freuen uns riesig – auch für die Kollegen in der #4. Wir haben jetzt allen Grund, zu feiern!“

Nico Bastian, BLACK FALCON #6: „Schade, wir waren Dritter vor der Unterbrechung. Die Rückstände wurden egalisiert. Das war unser Nachteil. Im Dreikampf um das Podium hatten wir kein Glück. Auf der anderen Seite ist der fünfte Platz bei so einem Rennen auch ein unglaublich toller Erfolg und darüber freue ich mich unheimlich.“

Kenneth Heyer, Landgraf Motorsport #16: „Wir sind super happy mit unserem Platz. Die Verhältnisse waren extrem schwierig. Chaotisch und schwer zu fahren. Aber das Auto hat toll funktioniert. Das Team war klasse.“

Patrick Simon, Mercedes-AMG Team Driving Academy #190: „Das war ein tolles Projekt. Mit ganz viel Emotionen. Mit der Legende Bernd Schneider fahren zu dürfen – das war mega! Wir hatten viel Spaß und auch ein tolles Ergebnis. Platz 22. Klasse. Zu moderieren und zu fahren, war etwas anstrengend – aber aus dem Stoff sind Helden gemacht…“

Stefan Wendl, Leiter Mercedes-AMG Customer Racing: „Das war ein heißer Kampf bis zum Schluss. Wir hatten gute Strategien gewählt, die auch aufzugehen schienen. Die Rennunterbrechung war im Sinne der Sicherheit vollkommen berechtigt – leider hat sie sich jedoch gegen uns ausgewirkt. Dass trotz des turbulenten Endes ein Doppelpodium, vier Top-Ten-Plätze und zwei Klassensiegen für den neuen Mercedes-AMG GT4 herausgesprungen sind, ist ein großartiges Ergebnis. Ein großes Lob an alle, die dazu beigetragen haben. Ohne eine perfekte Zusammenarbeit aller Einzelteams wäre dieser Erfolg nicht möglich gewesen. Meine Glückwünsche an Manthey Racing und Porsche zum verdienten Sieg.“

Tobias Moers, Vorsitzender der Geschäftsführung der Mercedes-AMG GmbH: „Glückwünsche an Porsche zum Sieg bei diesem packenden Endspurt. Unsere Teams und auch unsere Fahrer haben unter diesen extrem schwierigen Bedingungen eine sehr starke Vorstellung abgeliefert. Wir haben eine großartige Mannschaftsleistung erlebt, die auch stellvertretend ist für unseren AMG Spirit. Einmal mehr haben wir das Potenzial unseres Mercedes-AMG GT3 gezeigt. Dass es bei derartigen Wetterbedingungen zum Sieg reicht, dazu gehört auch das nötige Quäntchen Rennglück. Aber zwei Fahrzeuge aus Affalterbach auf dem Podium ist ein toller Erfolg. Dass der erste Einsatz unseres neuen Mercedes-AMG GT4 hier beim 24-Stunden-Rennen mit zwei beeindruckenden Klassensiegen endete ist ebenso der verdiente Lohn der akribischen Entwicklungsarbeit.“

Text und Fotos: Jochen Übler, Mercedes-AMG Motorsport Communications, Customer Racing

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