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Besser hätte der Mönchengladbacher Torsten Kratz nicht in die Motorsportsaison 2019 starten können. Nach dem dritten von neun Saisonrennen zur Langstreckenmeisterschaft Nürburgring führt der 48-Jährige gemeinsam mit seinen Teamkollegen Oliver Frisse (Rüthen) und Moran Gott (GB-London) die Tabelle an. 499 verschiedene Piloten waren hier bislang in diesem Jahr am Start.

„Mit dem bisherigen Saisonverlauf bin ich natürlich sehr zufrieden“, sagte Torsten Kratz. „Sechs Rennen sind noch zu absolvieren und der Weg zu einer Top-Platzierung am Jahresende ist noch weit. Eine erste Grundlage ist geschaffen und darauf lässt sich wunderbar aufbauen.“

Wie auch in den Vorjahren, lenkt Torsten Kratz bei allen Rennen zur größten Breitensport-Serie der Welt zwei Fahrzeuge. In der Startphase der 4h-Rennen den Sinziger-BMW M4 GT4, der im weiteren Rennverlauf von Stefan Beyer (Neustadt/Aisch) und Emin Akata (Meckenbeuren) übernommen wird. Beim seriennahen BMW 325i aus der Klasse V4 beginnt zunächst Oliver Frisse, ehe Moran Gott fährt und dann Kratz für die Schlussphase einsteigt. Da in der Klasse V4 deutlich mehr Starter sind und das Punktesystem starterzahlenabhängig ist, bestimmt Kratz gemäß Reglement immer vor dem Start dieses Fahrzeug als meisterschaftsrelevant.

„Mit rund 25 Startern haben wir die stärkste Klasse. Entsprechend groß ist die Leistungsdichte. Mindestens ein halbes Dutzend kommt für den Klassensieg in Frage, darunter auch die amtierenden Meister. Es geht eng, aber fair zu. Das ist für mich richtiger Breitensport auf der schönsten und schwierigsten Rennstrecke der Welt.“

„In den bisherigen Rennen lief alles glatt. Sorg Rennsport hatte beide BMW perfekt vorbereitet, wir Fahrer agierten fehlerfrei und auf Augenhöhe und unsere Strategie war immer richtig. So darf es gerne weitergehen. Mein bisheriges Highlight war natürlich das dritte Rennen, wo mir in der letzten Runde am Schwedenkreuz das entscheidende Überholmanöver gelang.“

Neben den Rennen zur Langstreckenmeisterschaft coachte Torsten Kratz in den letzten Wochen bei Testfahrten oder im Rahmen der Nürburgring-Einsteigerserie RCN zahlreiche Piloten. Ob Neuling oder gestandener Gentleman-Driver: Der 48-Jährige hat bislang noch jeden „Schüler“ schneller und sicherer gemacht. „Ich freue mich jedes Mal wenn ich sehe, wie sich die Rundenzeiten verbessern. Zumal ich als Beifahrer ja auch ein paar Kilo wiege. Aber irgendwie drücke ich die richtigen Knöpfe.“

Die Langstreckenmeisterschaft legt jetzt bis zum 13. Juli ihre Sommerpause ein. Am letzten Juni-Wochenende findet das legendäre ADAC 24h-Rennen auf dem Eifelkurs statt, wo Torsten Kratz im vergangenen Jahr als erst 12. Fahrer überhaupt seit 1970 zwei Klassensiege in einem Rennen glückten. „Ich werde auf jeden Fall dabei sein und der BMW 325i in der Klasse V4 ist fix. Ich freue mich sehr auf dieses Rennen und wünsche mir vor allem für die vielen Fans entlang der Strecke schönes Wetter.“


Text: Torsten Kratz   Foto: Max Bermel

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