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Die Geschichte von Schnitzer Motorsport beginnt 1936 klassisch mit der Gründung einer Kfz-Werkstatt in Freilassing (Bayern). Neun Jahre später verstirbt Betriebsinhaber Josef Schnitzer jedoch und Karl Lamm übernahm den Betrieb. Er bildete die beiden Söhne von Schnitzer zu KFZ-Mechanikern aus. Die Motorsportgeschichte begann 1963, als sich die beiden Brüder einen Fiat kauften, restaurierten und mit ihm Rennen fuhren.

Zwei Jahre später entstand dann die offizielle Motorsportabteilung im Hause Schnitzer, die nach und nach größer, erfolgreicher und bekannter wurde. Neben mehreren Siegeszügen in der Berg-Europameisterschaft durch Ernst Furtmayr folgte 1975 der Sieg in der Formel-2 Europameisterschaft durch den Franzosen Jacques Laffite. In den folgenden Jahren sollten Siege in der deutschen-Rennsportmeisterschaft und der Tourenwagen-Europameisterschaft das Team Schnitzer zu einem der erfolgreichsten Teams in Europa machen.

Auch das Langstreckenrennen in Spa-Francorchamps im Jahre 1985 sollte in die Geschichtsbücher des Teams eingehen. Mit dem BMW 635 CSI und den Fahrern Roberto Ravaglia, Gerhard Berger, Marc Surer, Dieter Quester, Markus Oestreich und Johnny Cecotto wurde ein Doppelsieg in den Ardennen eingefahren.

Zwischen 1986 und 1990 gewann der italienische Rennfahrer Roberto Ravaglia zusammen mit Schnitzer Motorsport zweimal die Europameisterschaft, einmal die Weltmeisterschaft, einmal die DTM und zum krönenden Abschluss triumphiert er in der italienischen Tourenwagenmeisterschaft.

1993 und 1994 trat Joachim Winkelhock, auch „smoking Joe“ genannt, für Schnitzer Motorsport in England und in der FIA Asien-Pazifik Tourenwagenmeisterschaft an und gewann beide Meisterschaften auf Anhieb.

Einer der wohl größten Höhepunkte in der Motorsportgeschichte des Teams ereignete sich 1999. Als Einsatzteam für BMW Motorsport gewann man mit den Fahrern Joachim Winkelhock, Pier-Luigi Martini und Yannick Dalmas die legendären 24h von Le Mans.

Doch auch in America ist man erfolgreich unterwegs. Jörg Müller entpuppte sich als das Maß aller Dinge und gewinnt 2001 den GT-Titel in der American Le Mans Series vor seinem Teamkollegen J.J. Lehto.

Um weiterhin erfolgreichen nationalen Motorsport zu betreiben setzte man 2004 bei den 24h vom Nürburgring auf ein Zwei-Wagen-Gespann und holte nach der Schmach vom Vorjahr einen BMW-Doppelsieg. Die erfolgreichen Fahrer von 2004, Jörg Müller, Hans-Joachim-Stuck und Dirk Müller, mussten sich ein Jahr später ihren Teamkollegen Pedro Lamy, Boris Said, Duncan Huisman und Andy Priaulx geschlagen geben. Weitere Gesamtsiege gelangten der Truppe in den Jahren 1989, 1991 und 2010.

Das 24h Rennen 2010 war vorerst der letzte Erfolg beim 24h Rennen auf dem Nürburgring. Auch hier startete man mit zwei profibesetzten Autos. Das spätere Siegerfahrzeug mit Jörg Müller, Augusto Farfus, Uwe Alzen und Pedro Lamy startete das Rennen von P8 und kämpfte sich Stück für Stück nach vorne. Das Schwesterauto fiel einer frühen Kollision zum Opfer und musste sich einer längeren Reparaturpause unterziehen. Nach fast 8 Stunden Fahrzeit verunfallte der Manthey Porsche in Führung liegend und somit konnte der BMW M3 GT2 auf Platz 3 vorrücken. In den frühen Morgenstunden diktierte dann der Hybrid Porsche von Manthey Racing das Renngeschehen und der Schnitzer BMW lag fast 2 Runden zurück. Nach den Ausfällen des ABT-Sportsline Audis und des Hybrid Porsches übernimmt der BMW die Führung und sollte diese bis zum Ende des Rennens nicht mehr abgeben.

Zwischen 2005 und 2009 holten Augusto Farfus und Jörg Müller insgesamt 25 Siege in der WTCC. Der ganz große Erfolg des Weltmeistertitels blieb dem Team in diesen Jahren aber verwehrt.

2012 gab man ein erfolgreiches Comeback in der DTM. Mit Bruno Spengler gewinnt man auf Anhieb die Meisterschaft. Weitere Titel in der DTM sollten bis zum Abschied aus der DTM 2016 nicht mehr folgen.

Seit 2017 setzt man bei Schnitzer Motorsport auf den GT3-Sport. Bis heute dient der BMW M6 GT3 als Einsatzgerät und man fuhr in der VLN, dem 24h Rennen auf dem Nürburgring, der ADAC GT-Masters und dem FIA GT World Cup in Macau um Gesamtsiege. 2018 gewann man gemeinsam mit Augusto Farfus eben jenes Rennen in Macau. Zwei Monate später verstirbt der erst gerade in den Ruhestand gegangene Charly Lamm.

2019 war aber auch das Jahr des internationalen Motorsports für Schnitzer. Man setzte den M6 GT3 in 5 verschiedenen Kontinenten ein. Rennen in Amerika, Afrika, Japan, Australien und Europa bestreite man mit der Stammbesetzung um Martin Tomczyk und Augusto Farfus.

2020 wird man sich größten Teils mit der Entwicklung des neuen BMW M4 GT3 beschäftigen und nur noch vereinzelt Rennen bestreiten. Das 24h Rennen Nürburgring steht abermals auf dem Programm.


Text: Hendrik Mannheim, Fotos: Laura Brunnenmeister/Daniel Cornesse

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