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Kissling Motorsport hat es spannend gemacht: Beim zweiten Saisonlauf der VLN Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring schickte das Team rund um Stefan Kissling beide aus den vergangenen Jahren bekannten Opel Astra OPC an den Start. Zwei Zwischenfälle erschwerten dem Team aus Bad Münstereifel das 37. DMV-4-Stunden-Rennen.

Schon am morgen des Renntages zeigten die Kissling-Mechaniker, welcher Ehrgeiz in ihnen steckt. Nicole Müllenmeister, die mit den Fritzsche-Brüdern den orangenen OPC-Astra pilotiert, war bereits in der ersten Trainingsrunde auf einer Ölspur im Bereich des großen Sprunghügels ausgerutscht und in die Begrenzung eingeschlagen. Auch der Abschleppdienst hatte Probleme, das Auto zu bergen und so war der Opel erst um 11 Uhr wieder in der Box. Stefan Kissling sagte: „Da bei dem Unfall nicht nur Blech zu Schaden kam sondern auch jede Menge Technik war es zu diesem Zeitpunkt unklar ob es möglich wäre aus der Box dem Feld hinterher zu starten.“

Als die Ampel um 12 Uhr 05 jedoch auf Grün sprang, rollte auch der Turbo-Astra von Heinz-Otto und Jürgen Fritzsche sowie Nicole Müllenmeister aus der Box. Aber als wäre der Nachstart nicht schon schlimm genug, gab es für die fehlende Qualifikationszeit des Trios eine zusätzliche Zeitstrafe von einer Minute. Des Weiteren wurde das Rennen kurz vor dem offiziellen Ende aufgrund von einsetzenden Hagels über der Nordschleife abgebrochen. Nach einer furiosen Aufholjagd beendeten die drei Kissling-Piloten den Lauf auf einem respektablen vierten Rang von insgesamt 20 Startern in der Klasse SP3T.

Ein fast perfektes Rennen gab es hingegen für das zweite Kissling Fahrzeug: Im Training lief alles planmäßig und auch im Rennen behauptete sich der zweite rund 350 PS starke OPC-Astra mit Volker Strycek, Hannu Luostarinen und Mike Jäger an Bord im Feld der turboaufgeladenen Fahrzeuge. Doch die vorangegangene Spannung war schlagartig wieder da als eineinhalb Stunden vor dem regulärem Rennende ein Fahrzeug im Bereich Eingang Boxengasse verunglückte und die Zufahrt zu selbiger somit versperrt war. Schnell wurde mit dem ganz spitzen Bleistift gerechnet ob der im Anflug zum Boxenstop befindliche Astra eine weitere fast 25 Kilometer lange Runde mit dem Sprit schaffen würde. Ergebnis: Mit leichtem Gasfuß sollte es klappen.

OPC-Chef Volker Strycek zeigte einmal mehr seine ganze Routine und kam eine Runde später mit dem letzten Benzintropfen in die kurz zuvor geöffnete Boxengasse eingefahren. Problem dabei nur: Das gleiche hatten auch viele anderen Teilnehmer vor und alle kamen gleichzeitig in die Boxengasse. So wurde das Warten auf eine freie Zapfsäule zur Zerreißprobe für die Nerven. Nach schier unendlichen zwei Minuten konnte der Turbo endlich betankt werden. Leider spiegelte das Endergebnis genau dieses auch wieder, mit 2.26min Rückstand auf den Ersten der SP3T-Wertung verpasste Kissling Motorsport den ersten Klassensieg 2012 erdenklich knapp.

Stefan Kissling: „Dieses Rennen war so spannend wie man es selten erleben darf. Erst der unverschuldete Unfall von Nicole mit einer mehr als knappen Reparaturzeit und dann auch noch die ungewollte Standzeit an den Zapfsäulen. Ich danke meinem hervorragendem Team für seinen großartigen Einsatz. An die Fahrer meinen größten Respekt: Hier mit solcher Präzision die Zeiten herauszufahren bedarf es echtem Könnens.“

Beim dritten VLN-Rennen am 28. April tritt Kissling Motorsport wieder, wie aus 2011 gewohnt, mit drei Rennwagen aus dem Hause Opel an.

Text und Fotos: Kissling Motorsport

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