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Seit vielen Jahren ist der Name „Schrey“ nicht nur auf nationaler, sondern auch auf internationaler Ebene im Motorsport vertreten und hat sich seither fest auf dieser Bühne etabliert. Auf die Erfolge, die einst Vater Wolfgang Schrey nach Gründung seines eigenen Rennstall errungen hat, folgten viele weitere Triumphe seines Sohnes Michael Schrey, die sich mittlerweile auch schon über einen Zeitraum von knapp 20 Jahren erstrecken. Nun hat sich auch Michaels jüngerer Bruder Matthias Schrey endgültig in die Riege einsortiert.

Mit dem Gewinn der NES 500-Meisterschaft sicherte sich der 30-Jährige aus Wallenhorst in der Saison 2020 seinen ersten großen Titelerfolg im Motorsport.

„Die Freude über den Gewinn meiner ersten Gesamtmeisterschaft ist natürlich riesengroß, vor allem, weil ich selbst erst 2018 so richtig mit dem aktiven Motorsport begonnen habe. Bis zu diesem Zeitpunkt saß ich nur sporadisch mal hinter dem Lenkrad und habe fast ausschließlich als Team- oder Taktikchef an der Boxengasse fungiert. Umso schöner ist nun, dass ich mir in meiner dritten NES-Saison diesen Titeltraum erfüllt habe“, schildert Schrey, der bereits in den beiden Jahren zuvor sein Talent unter Beweis stellen konnte. So reichte es in seiner Debütsaison 2018 bereits zum dritten Platz in der NES-Gesamtmeisterschaft, 2019 folgte daraufhin der Gewinn der Klassenmeisterschaft im BMW M240i Cup. Ein Jahr später steht er nun mit dem BMW M240i RC von East-Racing und seinem Teamkollegen Timo Raff auch klassenübergreifend ganz oben in der Meisterschaftstabelle.

Aufgrund der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Einschränkungen konnte die NES, wie viele andere Rennserien auch, im Jahr 2020 nicht alle geplanten Rennwochenenden bestreiten. Umso mehr kam es für Matthias Schrey darauf an, gleich von Beginn an vorne mit dabei zu sein. „Es war schon ein komisches Gefühl, denn trotz der umfassenden Hygienekonzepte bei den einzelnen Veranstaltungen wusste niemand, wie lange die Saison letztendlich laufen wird. Es ging es also darum keinerlei Schwächen zu offenbaren und bei jedem Event die für uns maximal mögliche Punktzahl zu ergattern.“

Beim Saisonauftakt auf dem Lausitzring musste sich die Mannschaft rund um Matthias Schrey mit dem BMW M240i RC nach Ablauf der dreistündigen Renndistanz lediglich einem VW Scirocco und zwei BMW M3 E46 beugen. Mit Platz vier brachte man sich jedoch in Lauerstellung für das, wie sich im Nachgang herausstellen sollte, bereits alles entscheidende zweite Wochenende auf dem Sachsenring. Nachdem man sich hier im Trockenen noch mit dem fünften Startplatz begnügen musste, sollte im Rennen die Stunde von Matthias Schrey und seinem Team East-Racing schlagen. Bei extrem widrigen Witterungsbedingungen lieferte man gemeinsam ein wahrhaftiges Meisterstück ab und machte das durchschnittliche Ergebnis aus dem Qualifying mehr als nur wett.

„Das Wetter hatte sich gegenüber dem Zeittraining komplett verändert und uns Piloten vor eine enorm große Herausforderung gestellt. Es hat wirklich extrem geschüttet, überall stand das Wasser und hat für starkes Aquaplaning gesorgt. Obwohl auch wir bei dieser Regenschlacht oftmals quergestanden haben, ist es uns gelungen, das Auto jedes Mal wieder rechtzeitig in die Balance zu bringen und uns trotz der vielen Safety-Car-Phasen Stück für Stück nach vorne zu kämpfen“, blickt Schrey zurück. Schlussendlich sicherte er sich mit seinen Teamkollegen nicht nur den Tagessieg, sondern eroberte auch die Tabellenführung in der Gesamtmeisterschaft der NES. Dadurch, dass die beiden geplanten Anschlussveranstaltungen auf dem Nürburgring und in Most aufgrund der gestiegenen Infektionszahlen nicht mehr durchgeführt werden konnten, war der Titelgewinn für Schrey damit bereits perfekt.

„Auch wenn die Saison für uns mit dem größtmöglichen Erfolg geendet hat, wären wir gerne noch bei den weiteren Rennen angetreten. Leider haben es die Umstände jedoch nicht zugelassen. Umso mehr freue ich mich nun auf die NES-Saison 2021 und hoffe, dass es uns im Idealfall gelingt, den Titel erfolgreich zu verteidigen. Sicherlich wird auch die bevorstehende Saison noch ganz im Zeichen der Corona-Pandemie stehen, trotzdem sind seitens der Organisatoren zunächst einmal sechs Veranstaltungen geplant (Hockenheim, Oschersleben, Assen, Lausitzring und 2x Nürburgring)“, so Schrey, der in den nächsten Jahren mit einem Engagement in der 24h-Series liebäugelt. „Die 24h-Series ist aus meiner Sicht eine äußerst attraktive Rennserie mit vielen reizvollen, internationalen Strecken. Mein großes Ziel ist es, in absehbarer Zeit dort unterwegs zu sein und damit auch den nächsten Karriereschritt zu vollziehen.“

Text: Media-DaCo (Daniel Cornesse) und Fotos: Denis Petermann

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