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Das Team GPX Racing feierte nach einer souveränen Leistung am Wochenende den Gesamtsieg bei den Hankook 24H DUBAI. Die Mannschaft ist erst das zweite Team aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, das den Saisonauftakt der 24H SERIES powered by Hankook gewinnt.

Der GPX Racing-Porsche 991 GT3 R (#36, Axcil Jefferies / Frederic Fatien / Mathieu Jaminet / Julien Andlauer / Alain Ferté) übernahm in der 124. Runde endgültig die Führung und fuhr nach insgesamt 600 Runden auf dem 5,39 Kilometer langen Dubai Autodrome mit über drei Minuten Vorsprung auf dem nächsten Konkurrenten als Sieger ins Ziel. Damit ist GPX Racing nach den doppelten Erfolg für Abu Dhabi Racing by Black Falcon in den Jahren 2012 und 2013 erst das zweite Team aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, das den Gesamtsieg bei den Hankook 24H DUBAI einfährt. Für Porsche ist es der sechste Sieg in der Geschichte des Rennens, ein Rekord.

„Es ist großartig, ich freue mich sehr für das Team“, sagte Axcil Jefferies zu Ian Salvestrin von Radiolemans.com. „Die Jungs haben die ganze Woche so hart gearbeitet, das Auto zwei- oder dreimal neu aufgebaut und sie hatten immer Vertrauen in uns. Daher ist es toll, dass sie dafür jetzt belohnt werden. Natürlich haben alle Fahrer einen tollen Job gemacht. Am Anfang haben wir gepusht, um einen Vorsprung herauszufahren. In den letzten zwei Stunden sind wir es dann etwas vorsichtiger angegangen, um sicher zu stellen, dass wir das Auto ins Ziel bringen.“

In einem spannenden Kampf schaffte WRT, das Siegerteam der Hankook 24H DUBAI 2016, in der letzten Stunde den Sprung auf Platz zwei. Der WRT-Audi R8 LMS GT3 Evo (#31, Dries Vanthoor / Kelvin van der Linde / Louis Machiels / Benjamin Goethe / Frank Bird) schloss immer mehr auf den an zweiter Stelle fahrenden HRT Bilstein-Mercedes-AMG GT3 Evo (#4, Hubert Haupt / Maro Engel / Patrick Assenheimer / Ryan Ratcliffe / Khaled Al Qubaisi) auf, als der Mercedes nur 40 Minuten vor Schluss zum Fahrerwechsel an die Box fuhr. Beim Fallen der Zielflagge trennten weniger als 30 Sekunden den Audi und den Mercedes.

Mit Platz drei für den HRT Bilstein-Mercedes schafften es die dreimaligen Dubai-Rennsieger, Teambesitzer Hubert Haupt und Khaled Al Qubaisi aus den Vereinigten Arabischen Emiraten zum sechsten bzw. fünften Mal auf das Gesamtpodium der Hankook 24H DUBAI.

Der GRT Grasser Racing Team-Lamborghini Huracán GT3 Evo (#63, Rolf Ineichen / Adrian Amstutz / Mirko Bortolotti / Rik Breukers), ein weiteres Fahrzeug aus der Spitzengruppe während des gesamten 24-Stunden-Rennens, fuhr auf Platz vier ins Ziel, unmittelbar vor dem zweiten HRT-Mercedes-AMG GT3 Evo (#5, Khaled Al Qubaisi / Valentin Pierburg / Florian Scholze / Nico Bastian / Patrick Assenheimer). Damit sicherte sich letztgenannte Mannschaft den Sieg in der GT3-AM-Klasse, vor dem nächsten Konkurrenten, dem Car Collection Motorsport Audi R8 LMS GT3 Evo (#34, Johannes Dr. Kirchhof / Gustav Edelhof / Elmar Grimm / Max Edelhof), der auf Gesamtrang sechs ins Ziel fuhr.

Hinter dem Racetivity-Mercedes-AMG GT3 Evo (#83, François Perrodo / Charles-Henri Samani / Emmanuel Collard / Matthieu Vaxiviere), belegte der zweite Car Collection Motorsport-Audi R8 LMS GT3 Evo (#88, Milan Dontje / Kim Holmgaard / Martin Lechmann / Tim Müller / Johannes Stengel), Gesamtsieger der Hankook 24H DUBAI im Jahr 2019, Platz acht der Gesamtwertung und komplettierte damit das Podium der Klasse GT3-AM. Für das deutsche Team war es die Belohnung für eine starke Aufholjagd, denn nach einem Aufhängungsschaden im Freien Training konnte die Mannschaft am Donnerstag im Zeittraining nicht teilnehmen.

Trotz einer Kollision mit einem der Porsche-Cup-Fahrzeuge in der Anfangsphase des Rennens beendete der MP Motorsport-Mercedes-AMG GT3 Evo (#19, Henk de Jong / Daniel de Jong / Bert de Heus / Jaap van Lagen) seine Aufholjagd auf Platz neun der Gesamtwertung. Mit Gesamtrang zehn für den Inception Racing by Optimum-McLaren 720S GT3 (#72, Brendan Iribe / Ollie Millroy / Nick Moss / Joe Osborne) egalisierte das britische Team das bislang beste Ergebnis eines McLaren bei den Hankoook 24H DUBAI, nachdem Lapidus Racing 2013 mit einem MP4-12 ebenfalls Platz zehn eingefahren hatte.

Herberth Motorsport, ein früherer Gesamtsieger, erlebte in Dubai ein Wochenende zum Vergessen. Im Zeittraining am Donnerstag hatte das bayerische Team noch die FXPrimus-GT-Pole-Position erobert, aber bereits nach zwei Stunden war der erste der drei Porsche 991 GT3 R des Teams (#91, Ralf Bohn / Daniel Allemann / Robert Renauer / Alfred Renauer) wegen einer Kollision mit einem GT3-Konkurrenten bereits aus dem Rennen. In der Anfangsphase fuhr der Porsche mit der Startnummer 92 (Jürgen Häring / Wolfgang Triller / Vincent Kolb / Sven Müller / Klaus Bachler), der von der Pole-Position gestartet war, noch gut vorne mit, fiel aber letztendlich aus, mutmaßlich wegen eines Getriebedefekts. Der Porsche mit der Nummer 93 (Steffen Görig / Antares Au / Daniel Lloyd / John Loggie) schaffte es immerhin auf Gesamtrang elf ins Ziel, verlor aber viel Zeit wegen einer Kollision, bei der die Heckverkleidung des Porsche stark beschädigt wurde.

Der Leipert Motorsport Lamborghini Huracán Super Trofeo (#710, Gregg Gorski / Gerhard Watzinger / Kurt Thiel / Oscar Lee / Fidel Leib) sicherte sich bei den Hankook 24H DUBAI den Sieg in der GTX-Klasse, in der zahlreiche Teilnehmer Probleme hatten. So gab es für den zweitplatzierten Vortex V8-Vortex 1.0 (#701, Philippe Bonnel / Lionel Amrouche / Karen Gaillard / Alban Varutti) immer wieder Ärger mit der Aufhängung. Der ARC Bratislava-Lamborghini Huracán Super Trofeo (#707, Miro Konopka / Mato Konopka / Justas Jonušis / Thomas Padovani / Zdeno Mikulasko) führte lange Zeit in der Klasse, aber bei Tagesanbruch gab es einen Brand im Bereich des V10-Triebwerks. Sogar der siegreiche Leipert Motorsport-Lamborghini musste während der Nacht einmal ohne Vortrieb in die Box transportiert werden.

Der NKPP Racing by Bas Koeten Racing-Porsche 991-II Cup (#991, Harry Hilders / Gijs Bessem / Bob Herber / Roeland Voerman) feierte einen letztendlich unangefochtenen Sieg in der 991-Klasse, nachdem der DUWO Racing-Porsche 991-II Cup (#909, Andrey Mukovoz / Stanislav Sidoruk / Sergey Peregudov / Dylan Pereira) Probleme hatte. Das Team aus Luxemburg führte während der ersten Rennhälfte die Klasse an, verlor aber 45 Minuten in der Box wegen Probleme am Antriebsstrang und landete so auf Platz zwei. Nach einem eher schwierigen Rennen, in dem der Porsche zweimal auf der Strecke ausrollte, kam MRS GT-Racing (#989, Jeroen Bleekemolen / Timothy Pappas / Saif Alamer / Jukka Honkavuori immerhin noch auf Platz drei in der Klasse ins Ziel.

Das kanadische Team ST Racing feierte mit dem BMW M4 GT4 (#438, Samantha Tan / Chandler Hull / Jon Miller / Nick Wittmer) nach einem fehlerfreien Rennen in der GT4-Kategorie den ersten Klassensieg in den 24H SERIES. Für die GT-Gesamt-Titelträger PROsport Racing startete die Titelverteidigung gut mit Rang zwei in der Klasse für den Aston Martin Vantage AMR GT4 (#401, Nico Verdonck / Rodrigue Gillion / Stephane Lemeret / Patrik Matthiesen / Constantin Schöll). Das Team Dragon Racing aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, im vergangenen Jahr Klassensieger der GTX-Klasse beim Heimrennen, sicherte sich nun den dritten Platz der GT4-Klasse mit dem Mercedes-AMG GT4 (#488, Denis Remenyako / Adam Christodoulou / John Hartshorne / Ollie Hancock).

Text und Fotos: 24h-Series

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