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Christopher Rink ist mit dem bestmöglichen Ergebnis in die neue Saison der Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS) gestartet und hat sich dabei in meisterlicher Frühform präsentiert. So gewann der Kfz-Unternehmer aus Maintal, der in Frankfurt lebt, gleich zum Auftakt die beiden teilnehmerstarken Produktionswagenklassen V4 und VT2. Saisonübergreifend gelang ihm dieser „Doppelschlag“ nun bereits zum vierten Mal.

„Zunächst einmal sind wir alle unheimlich froh, dass es nach der langen Winterpause und der witterungsbedingten Absage des ursprünglich angedachten ersten NLS Laufes Ende März endlich wieder losgehen konnte. Die Tatsache, dass ich zum Saisonstart direkt beide Klassensiege einfahren konnte, stimmt mich sehr glücklich. Ein wirklich traumhafter Einstand, wie er besser nicht hätte sein können. Mein Dank geht an das gesamte Adrenalin Motorsport Team Alzner Automotive sowie an meine Fahrerkollegen für die erstklassige Arbeit“, strahlte Christopher Rink.

Nach einem vielversprechenden Testtag, den die Mannschaft rund um den amtierenden NLS-Meister dazu nutzte, um letzte Kleinigkeiten an beiden Fahrzeugen auszusortieren, ging es am Samstagmorgen ins 90-minütige Qualifying hinein. Bereits hier sollte sich herauskristallisieren, dass man der starken Vorsaison um nichts nachstehen würde und die beiden Fahrzeuge bestmöglich für den ersten Einsatz seit rund sieben Monaten in der „Grünen Hölle“ vorbereitet sind. So gelang es Rinks Teamkollegen Philipp Leisen in der Klasse V4, in der insgesamt 16 Autos am Start waren, mit einer Fabelzeit den #1 PIXUM BMW 325i E90 auf die Pole Position zu stellen. Rink selbst nahm während der Endphase des Qualifyings, in der die schnellsten Zeiten erzielt werden konnten, Platz im Cockpit des #481 Mainhattan-Wheels BMW 330i G20 und führte diesen in der mit 18 Startern besetzten VT2-Klasse ebenfalls zur Pole Position.

Funkspruch setzt zusätzliche Kräfte frei

Wie eng der Kampf um die beste Ausgangsposition in der VT2 Klasse war, beweist ein Blick auf das Zeitentableau. So trennten Rink in seinem schnellsten Umlauf gerade einmal zwei Zehntelsekunden vom Volkswagen Scirocco R, der von mathilda racing eingesetzt wird. Pilotiert wurde dieser vom erfahrenen WTCR-Profi Mikel Azcona, ein echter Gradmesser für Rink.

„Wir haben schon während des Freitagstrainings gesehen, dass er unheimlich schnell unterwegs ist und aufgrund seiner Erfahrung auch ein echter Spezialist für Autos mit Frontantrieb ist. Das Ganze hat er dann beim Qualifying noch einmal eindrucksvoll untermauert. Mein Team hat mir dann über Funk seine Rundenzeit durchgegeben und mich angetrieben. Ich wusste somit was die Vorgabe war und habe alles herausgeholt, was zu diesem Zeitpunkt vom Verkehr her mit unserem BMW 330i G20 möglich war. Es hat mich unheimlich gefreut, dass es am Ende für mich ganz knapp zur Pole Position gereicht hat“, so Rink.

Entfesselndes Duell in der Startphase

Der Zweikampf zwischen Rink und Azcona sollte im Rennen eine Fortsetzung finden. Rundenlang lieferten sich die beiden Piloten einen intensiven Fight auf Augenhöhe, bis Rink Pech in einer Code-60-Phase hatte. „Mikel ist gut durch den Verkehr gekommen, leider hatte ich nicht so viel Glück wie er und hing während der Gelbphase und der anschließenden Code-60-Phase hinter zwei Fahrzeugen fest, die das Tempo viel stärker als vorgeschrieben und notwendig reduziert haben. Dadurch konnte er seinen Vorsprung von ca. 100 Metern auf über 18 Sekunden ausbauen. Das hat mich natürlich in diesem Moment sehr geärgert, auch wenn ich natürlich wusste, dass wir fahrerseitig ausgeglichen stark aufgestellt sind und wir dadurch über vier Stunden ein höheres Tempo anschlagen können als Großteile unserer Konkurrenz.“

Mit dieser These sollte Christopher Rink Recht behalten. Nach dem zweiten Stint hatte sein Teamkollege Daniel Zils an der Spitze ein beruhigendes Polster auf den VW Scirocco R erarbeitet, das Philipp Stahlschmidt schließlich sicher ins Ziel brachte.

In der Produktionswagenklasse V4 münzte Rinks Teamkollege Leisen die Pole Position in die Rennführung um und konnte sich während des ersten Stints aufgrund von direkten Zweikämpfen seiner Klassenkontrahenten hinter ihm um rund 50 Sekunden absetzen. Damit war der Weg zum ersten Saisonsieg geebnet. „Danny hat im Anschluss den Vorsprung noch leicht über eine Minute ausgebaut, ehe ich für die Endphase ins Cockpit geklettert bin. Auch wenn es hier nur noch um das Verwalten ging, muss man natürlich bis zum Schluss voll konzentriert bleiben. Die Nordschleife verzeiht schließlich keine Fehler.“ Nachdem Rink dies gelungen ist, war auch hier der Einstand nach Maß perfekt.

Volles Programm voraus

Zeit zum Verschnaufen bleibt Christopher Rink in diesen Tagen nicht. Bereits am 01.05.2021 geht es für ihn mit dem dritten Lauf zur NLS weiter. Das Ziel: in den beiden Klassen auch hier wieder die Nase vorne zu haben. Im direkten Anschluss folgt für ihn der zweite offizielle DTM Trophy Test am Lausitzring, bevor es am 08./09.05.2021 zurück an die Nordschleife zum 6h Qualifikationsrennen geht.

Text: Media-DaCo und Fotos: Racepix.eu

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17
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MAI
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NLS / VLN Lauf 3Nürburgring + Nordschleife



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