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Noch immer lässt der Eifel-Frühling auf sich warten: Beim zweiten Lauf zur Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN) am 14. April erschwerten ständige Regen-, Hagel- und Graupelschauer den fast 190 Protagonisten das Leben auf der Rennstrecke. Auch rent2Drive-racing hatte mit den Bedingungen zu kämpfen und stolperte zusätzlich über äußere Umstände, die niemand zu verantworten mochte.

Zu Beginn des Trainings schien das Wetter deutlich besser als beim Saisonauftakt vor 14 Tagen: Die Sonne blinzelte durch die Wolkendecke, der Wind hielt sich in Grenzen und die Temperarturen berührten zart die Zehn-Grad-Marke. Doch noch ehe die Hälfte der 1,5stündigen Trainingssitzung erreicht war, zeigt die Eifel ihr wahres April-Gesicht: Nieselregen hier, Graupelschauer da, starker Regen dort und strahlender Sonnenschein am anderen Ende der Piste. Für das Fahrertrio von rent2Drive-racing eine echte Herausforderung, sollte am Ende des Trainings eine gute Startposition herausspringen. Teamchef und Fahrer David Ackermann (Döttingen) startete als erster ins Training und erwischtet zwei komplett trockene Runden. Mit einer Zeit von 9:34 Minuten positionierte er den BMW M3 auf den fünften Platz der Klasse V6. Andrei Sidorenko (Russland) startete bei einsetzendem Nieselregen ins Training. Sidorenko schaffte es nicht, sein Können auszuspielen. Im Gegenteil: In seiner zweiten Runde fuhr er im Streckenabschnitt Breidscheid in eine Regenwand und konnte nur mit größter Mühe einen Einschlag in die Streckenbegrenzung verhindern. Jens Riemer (Espelkamp) fuhr nur eine Runde, um seiner Trainingspflicht nachzukommen.

Breidscheid – das Waterloo von rent2Drive-racing

Den Start übernahm Jens Riemer, der versuchte, sich im Feld der 19 Klassengegner zu behaupten. Auf der letzten „Rille“ bremsend ruinierte er sich im Startgetümmel einen Reifen, was ihn in der Folge weit zurückwarf. Zahlreiche Konkurrenten der Klasse überholten Riemer, ehe er sich mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch auf die Verfolgung machen konnte. So konnte der erfahrene Pilot sich im Laufe des Rennens Platz um Platz nach vorne arbeiten. Teamchef Ackermann beorderte Riemer nach acht Runden an die Box, um den fälligen Fahrerwechsel durchzuführen. Gleichzeitig erhielt der BMW M3 neue Reifen und wurde vollgetankt. Auf Rang zehn konnte Andrei Sidorenko das Rennen wieder aufnehmen. Der Russe fuhr sein erstes Rennen auf dem von rent2Drive-racing eingesetzten BMW und machte seine Sache gut: Seine Rundenzeiten waren nahezu identisch mit denen seines Teamkollegen Riemer. In Runde 17 sollte Sidorenko zum Fahrerwechsel an die Box kommen. Doch dann überschlugen sich die Ereignisse. In der Anfahrt zur Boxengasse gab es einen schweren Unfall, bei dem die havarierten Fahrzeuge kurzzeitig die Boxenzufahrt komplett versperrten. Sidorenko hatte keine andere Wahl als mit dem verbleibenden Sprit eine weitere Runde zu drehen, wohlwissend, dass es mehr als eng werden könnte. Er sollte recht behalten und just an der Stelle, an der er im Training fast verunfallte, rollte sein Auto wegen Spritmangel aus. Nachdem er die nötigen Infos ans Team gefunkt hatte, machte sich die Mannschaft auf den Weg, um Sidorenko mit Kraftstoff zu versorgen. Nach Erreichen der Box übernahm Teamchef Ackermann das Auto. Zwei Runden konnte er drehen, bevor die Rennleitung aufgrund einer Hagelschauer das Rennen etwa 15 Minuten vor offiziellem Ende abbrach. Rent2Drive-racing beendete den zweiten Lauf der VLN auf dem 13. Platz der Klasse V6.

Das nächste Rennen findet am 28. April 2012 statt, die Renndistanz beträgt vier Stunden.

Stimmen nach dem Rennen

David Ackermann, Teamchef und Fahrer: „Hochmotiviert sind wir ins Training gestartet und wieder nicht richtig zum Zug gekommen. Der Startplatz war durchaus in Ordnung und aussichtsreich, doch Jens Riemer hatte am Start mal wieder ordentlich Pech. Seine Aufholjagd hingegen war wirklich sehenswert: Er ist durch das Feld wie ein heißes Messer durch die Butter. Einfach toll. Auch Andrei Sidorenko hat einen erstklassigen Job gemacht. Man darf nicht vergessen, dass er zum ersten Mal auf dem Auto saß. Dass er in seiner letzten Runde ohne Sprit in Breidscheid ausgerollt ist, dafür trifft ihn keine Schuld. Im Grunde genommen bin ich mit der Leistung meiner Fahrer und des Teams zufrieden. Diesmal waren es äußere Umstände, die uns in die Knie zwangen. Aber für den dritten Lauf wünsche ich mir endlich mal ein normales Rennen, mit normalem Ausgang und vielleicht ein paar Punkten auf unserem Konto.“

Text und Fotos: Werner Röder

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25
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