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Matthias Schrey hat sich in seiner noch jungen Motorsportkarriere zum zweiten Mal in Folge den Meistertitel in der National Endurance Series (NES 500) gesichert. Nachdem der 31-Jährige aus Wallenhorst in der Vorsaison mit BMW M240i RC von East-Racing triumphierte, überzeugte er in diesem Jahr mit dem VW Scirocco von Mierschke Motorsport und krönte sich mit vier Saisonsiegen sowie zwei weiteren Podiumserfolgen erneut zum Champion der hart umkämpften Rennserie.

„Ich freue mich natürlich riesig über die erfolgreiche Titelverteidigung, damit habe ich mir wirklich einen großen Traum erfüllt. Die Zieldurchfahrt und die gemeinsamen Feierlichkeiten im Anschluss mit der gesamten Crew von Mierschke Motorsport an der Box waren ganz besondere Momente für mich, die ich in dieser Form noch niemals zuvor an einer Rennstrecke erlebt habe“, strahlt Schrey, der bei seinem ersten Titelgewinn im Vorjahr aufgrund der Corona-Pandemie diese besonderen Momente noch nicht genießen konnte. „2020 sind die letzten NES-Rennen leider pandemiebedingt abgesagt worden, weshalb ich sozusagen von zu Hause aus auf dem Sofa Meister geworden bin. Daher ist es umso schöner, nun diese emotionalen Erfahrungen machen zu dürfen.“

Mit dem Wechsel in den VW Scirocco von Mierschke Motorsport stellte sich Schrey 2021 einer ganz neuen Herausforderung, die sich letztlich mit dem erneuten Triumph in der Meisterschaft bezahlt machen sollte. „Ich wollte in diesem Jahr etwas Neues ausprobieren und bin mir mit der Mannschaft in der Winterpause sehr schnell über das Engagement einig geworden. Von Beginn an haben wir im Team alle an einem Strang gezogen und perfekt zusammen harmoniert, sodass ich die Entscheidung zu keinem Zeitpunkt bereut habe. Zudem ist mir die Umstellung vom Hecktriebler BMW auf den Fronttriebler Scirocco sehr schnell und gut gelungen. Das waren in Summe sicherlich wesentliche Schlüsselfaktoren auf dem Weg zum Titelgewinn.“

Der Erfolg mit seinem neuen Team/neuem Einsatzfahrzeug sollte sich bereits früh einstellen. So erwischte Matthias Schrey einen glänzenden Start in die neue Saison und fuhr bei der Auftaktveranstaltung in Hockenheim Ende März mit seinen beiden Teamgefährten Nils Mierschke und Jörn Saal in der NES 5 gleich zu einem ungefährdeten Klassensieg. Sechs Wochen später folgte bei der zweiten Saisonstation in Oschersleben mit Platz drei ein weiterer Podiumsplatz, ehe das Fahrertrio im niederländischen Assen dank einer perfekten Strategie wieder auf die Siegesstraße zurückkehrte.

„In Oschersleben sind wir leider etwas hinter unseren eigenen Möglichkeiten zurückgeblieben, weil wir im Startgetümmel einiges an Boden verloren haben. Umso schöner war dann unser Triumph in Assen, bei dem wir uns nach einem tollen Zweikampf am Ende knapp gegen den Mini Cooper von Pia Ohlsson und Philipp Eis durchsetzen konnten. Sie haben uns bei den einzelnen Läufen das Leben sehr schwer gemacht, genauso wie ein stark besetzter BMW M3 E36 und ein Renault Clio. Wir haben in unserer Klasse absolut nichts geschenkt bekommen.“

Im Kampf um den Meistertitel schlug das Pendel beim darauffolgenden Double-Header am Lausitzring zum ersten Mal in Richtung von Matthias Schrey und Mierschke Motorsport. Nach einem zweiten Platz im Samstagsrennen hinter dem Mini Cooper, sicherte man sich beim zweiten Lauf am Sonntag den dritten Saisonsieg. Ein bedeutender Erfolg, durch den man beim Saisonfinale am Nürburgring aus eigener Kraft Champion werden konnte.

„Die Anspannung am Nürburgring war trotzdem unheimlich groß, denn nur bei einem weiteren Sieg in unserer NES 5 Klasse wäre die Gesamtmeisterschaft sicher unter Dach und Fach gewesen. Schon ab Platz zwei hätten wir darauf hoffen müssen, dass die Spitzenteams aus der ebenfalls stark besetzten NES 3 Klasse patzen und Punkte liegen lassen. Der Druck hat sich dann noch einmal deutlich erhöht, denn in der ersten Rennstunde lief erst einmal so ziemlich alles gegen uns.“

So führte nicht nur der Mini Cooper recht deutlich die NES 5 vor dem VW Scirocco an, sondern es hatten auch die direkten Meisterschaftskonkurrenten in der NES 3 die Nase vorne. Aufgrund eines idealen Boxenstopptimings unmittelbar vor einer Safety-Car-Phase wendete sich jedoch wieder das Blatt zu Gunsten von Matthias Schrey und seinen beiden Teamgefährten. „Als es auf der Strecke zu einem Zwischenfall kam, haben wir auf eine mögliche Safety-Car-Phase spekuliert und in Sekundenbruchteilen entschieden, unseren Boxenstopp zu absolvieren. Es war die goldrichtige Entscheidung, denn als wir gerade drin waren kam das Safety-Car tatsächlich auf die Strecke und wir waren durch den geringeren Zeitverlust wieder in Führung.“

Diese verteidigte das Scirocco-Trio erfolgreich bis ins Ziel. Nach Ablauf der dreistündigen Renndistanz sah Schlussfahrer Matthias Schrey als Klassensieger und alter/neuer Gesamtmeister die schwarz-weiß karierte Flagge. „Ich glaube am Kommandostand wäre ich noch einmal deutlich nervöser gewesen als im Cockpit. Von daher war ich sehr dankbar darüber, dass mir die große Ehre zu Teil wurde den letzten Stint zu absolvieren und ich diese Emotionen einfach genießen durfte. Natürlich war die Erleichterung im Ziel riesengroß, denn man horcht schon etwas intensiver ins Auto hinein und nimmt Geräusche wahr, die gar nicht vorhanden sind. Mein Dank geht an die ganze Crew von Mierschke Motorsport, die über das ganze Jahr hinweg fantastische Arbeit geleistet haben. Diesen Titel habt ihr Euch wirklich mehr als verdient."

Text: Media-DaCo und Fotos: Denis Petermann

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