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„Mit dem zweiten Platz kann man sich ja durchaus sehen lassen“, Marcel Belka war nach dem dritten Lauf in der VLN Langstreckenmeisterschaft nur halb zufrieden. Denn eigentlich hatte der Pilot von Mathol Racing gemeinsam mit Wolfgang Weber und Norbert Bermes die Klasse SP10 gewonnen.

Auf der Strecke war der Aston Martin Vantage V8 GT4 am direkten Konkurrenten vorbeigezogen und in Führung. Doch dann brach die Rennleitung mal wieder den Lauf ab und sorgte so für Frust bei Belka und seinen Kollegen. Einfach war der dritte Lauf bei hervorragendem Grillwetter sicher nicht. Vor allem die BMW von Bonk motorsport haben zu Mathol racing aufgeschlossen. Noch ist der Aston Martin aber das entscheidende Stückchen besser. Zumindest dann, wenn alles zusammen passt. Das zeigte Wolfgang Weber vom Start weg. Aus der Poleposition gestartet, zeigte Belkas Teamkollege, dass der Aston Martin das schnellste GT4-Auto im Feld ist. Allerdings musste Weber dafür auch all sein fahrerisches Können zeigen.

Entsprechend abgenutzt waren die Reifen beim ersten Boxenstopp. Normalerweise sollte Belka mit neuen Pneus in den zweiten Stint gehen. Doch ein Fauxpas des Reifenlieferanten durchkreuzte diese Pläne. Auf den Felgen von Mathol waren die falschen Gummies. Es half nichts und Belka musste mit den alten Reifen seinen Stint antreten. „Das war Fahren, wie auf rohen Eiern“, Belka erklärte, dass er mit dem niedrigen Gripniveau nur Zeiten um 9:28 Minuten fahren konnte. Innerhalb seiner fünf Runden wurde er deshalb von Henry Walkenhorst im GT4-BMW überholt.

Mit frischen Reifen blies Norbert Bermes anschließend zur Aufholjagd und auch Wolfgang Weber versuchte die Scharte im Schlussstint wieder auszuwetzen. Sechs Minuten vor Schluss musste der führende BMW zu einem kurzen Tankstopp an die Box. Weber hatte aus zwei Minuten nur noch 15 Sekunden Rückstand gemacht und während der Gegner tankte, schoss der Aston Martin auf der Zielgeraden vorbei. Doch nur eine Minute später hatte sich die Hoffnung auf den dritten Sieg im dritten Rennen wieder zerschlagen. Die Rennleitung brach nach einem heftigen Unfall den Lauf ab. Dadurch wurde die vorletzte Runde zur Wertung herangezogen und zu diesem Zeitpunkt lag der BMW noch in Front.

„So etwas gehört leider zum Motorsport dazu. Allerdings würde ich gerne in diesem Jahr endlich mal die Zielflagge sehen“, sagte Belka später. Vielleicht gelingt dies ja in drei Wochen beim 24-Stunden-Rennen.

Text und Fotos: Martin Brock

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