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Michael Schrey und Henry Walkenhorst haben die Dominanz von Mathol Racing durchbrochen und mit dem BMW M3 GT4 den ersten Saisonsieg in der Klasse SP10 eingefahren. Beim Blick auf die restlichen Ergebnisse des Münsteraner Rennstalls scheint der Sieg aber teuer erkauft. Kupplungsprobleme an einem Auto und zwei Unfälle mit anderen Wagen bescherten dem Teamchef ein großes Arbeitspensum für die nächsten Wochen.

„Michael und Henry haben das wirklich gut gemacht“, lobte Michael Bonk nach dem Rennen seine beiden Siegfahrer. Mit 30 Sekunden Vorsprung gewann das Duo denkbar knapp vor dem Aston Martin von Mathol Racing. Dabei hatte Bonk motorsport diesmal das Glück des Tüchtigen. Denn auf der Strecke war der spätere Zweite schon vorbei gezogen. Doch kurz darauf brach die Rennleitung das Rennen wegen eines heftigen Unfalls ab. Da in diesem Fall die vorletzte Runde in die Wertung genommen wird, wurde Bonk motorsport auf Platz eins gesetzt. „Es gibt keine geschenkten Siege“, kommentierte der Teamchef später, „wir haben diesmal alles richtig gemacht. Man muss dazu sagen, dass wir mit genau dem gleichen Szenario auch schon zweimal Pech hatten und eben nicht gewonnen haben.“ Zum dritten Abbruch im dritten Rennen meinte er nur süffisant: „Beim nächsten Mal wird das Rennen nur über drei Stunden gehen, damit wir endlich mal über die volle Distanz gehen.“

Das hätte Arvid Steinberg, Andreas Möntmann und Peter Bonk im Schaeffler-BMW allerdings auch nicht geholfen. Für den zweiten GT4-BMW war nach gut zweieinhalb Stunden Schluss. „Da ist wohl dem Fahrer erst das Talent und dann die Straße ausgegangen“, sagte Bonk, der den Unfall mit Fassung trug. Glücklicherweise wurde das Auto nicht allzu stark beschädigt.

Für Wolf Silvester, Mario Merten und Emin Akata im seriennahen BMW M3 war das Rennen vorbei, bevor es begonnen hatte. „Gegen Ende des Zeittrainings hat uns leider die Kupplung verlassen“, Michael Bonk schien nicht besonders glücklich. Seine Mannschaft versuchte fieberhaft die Kupplung bis zum Rennen zu wechseln, doch erst 20 Minuten nach dem Start konnte der BMW zum ersten Mal ins Geschehen mit eingreifen. „Wir haben dann entschieden, verschiedene Einstellungen zu testen und noch mehr Erfahrung zu sammeln.“

Richtig hart traf es Alexander Mies und Jens Moetefindt im BMW 325i. In der Klasse V4 angetreten, wollte das Duo endlich den ersten Klassensieg einfahren. Moetefindt war in seinem Stint von Platz vier aus gestartet und auf dem Weg nach vorne. Mit Tuchfühlung an die Spitze übergab er den Wagen an Alexander Mies. Doch nach einer Runde stellten sich wieder die Motorenprobleme vom dritten Lauf ein. Bonk: „Wir haben dann an der Box das noch einmal behoben, aber dann kam der Unfall.“ Mies wurde von einem BMW Z4 GT3 überrundet. Doch der Fahrerkollege scherte viel zu früh ein und schoss Mies regelrecht von der Piste. „Das Auto sieht übel aus“, Michael Bonk weiß noch nicht, ob der Schaden zu reparieren ist oder ob ein neues Auto her muss. Glücklicherweise blieb Alexander Mies unverletzt.

Etwas glücklicher stimmte das Abschneiden von Axel Burghart und Guy Stewart in der Klasse SP3. Mit ihrem seriennahen BMW 320si sind die beiden Piloten in der Leistung eigentlich unterlegen. Trotzdem schafften die beiden noch Platz sechs innerhalb der Klasse. „Die beiden haben sich vor allem auf das 24-Stunden-Rennen vorbereitet und einen wirklich guten Job erledigt“, sagte Michael Bonk.

Bis zum 24-Stunden-Rennen bleibt nun also viel Arbeit für den Münsteraner Rennstall. In zwei Wochen müssen alle Einsatzautos wieder fertig sein. Denn eine Woche vor dem Saisonhöhepunkt ist bereits die Anreise am Nürburgring. Welche Fahrzeuge Bonk motorsport dann an den Start bringen wird, entscheidet sich in den nächsten Tagen.

Text: Martin Brock und Fotos: Stephan Diekmann

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