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Raffaele Marciello, Daniel Juncadella und Jules Gounon haben Mercedes-AMG den ersten Sieg bei den 24h Spa-Francorchamps seit dem Jahre 2013 beschert. Nach 536 Runden setzte sich das Fahrertrio vom #88 AMG Team AKKODIS ASP im Ziel mit knapp 30 Sekunden Vorsprung vor ihren Markenkollegen von GetSpeed durch. Der #2 Mercedes-AMG GT3 wurde von Luca Stolz, Steijn Schothorst und Maxi Götz pilotiert. Den letzten Platz auf dem Podium sicherten sich Antonio Fuoco, Daniel Serra und Davide Rigon mit dem #71 Iron Lynx Ferrari 488 GT3.

Die 74. Ausgabe des Langstreckenklassikers in den belgischen Ardennen wurde von einer Vielzahl an Reifenschäden geprägt. Prominentestes Opfer in der Endphase war dabei der #98 BMW M4 GT3 von ROWE Racing, die lange gegen den #88 Mercedes-AMG vom Team AKKODIS ASP um den Gesamtsieg kämpften. Nicky Catsburg, Augusto Farfus und Nick Yelloly brachten das Fahrzeug schließlich auf dem sechsten Platz über die Ziellinie, direkt hinter ihren Teamkollegen Daniel Harper, Neil Verhagen und Max Hesse, die mit dem #50 BMW M4 GT3 auf Rang fünf abgewinkt wurden. Insgesamt sahen die Zuschauer einen starken ersten Auftritt des neuen Flaggschiffs von BMW beim größten GT3-Rennen der Welt, dem am Ende einzig und alleine das letzte Quäntchen Glück fehlte. Dieses hatte Mercedes-AMG dafür umso mehr. Gleich drei Fahrzeuge trafen die richtigen strategischen Entscheidungen und blieben dadurch bis zum Schluss in der Führungsrunde. Diese zahlenmäßige Überlegenheit gegenüber den anderen Herstellern spielte man mit den Gesamträngen eins und zwei nicht nur perfekt aus, sondern durfte sich fast sogar über einen Dreifacherfolg freuen. Maro Engel, Maxi Buhk und Mikael Grenier fehlten mit dem #55 AMG Team GruppeM Racing im Ziel jedoch knapp 1,5 Sekunden auf den drittplatzierten #71 Iron Lynx Ferrari 488 GT3.

Den bestplatzierten Porsche im Feld stellte KCMG. Dennis Olsen, Nick Tandy und Laurens Vanthoor sahen auf Platz sieben die Zielflagge, nachdem sie nur vom 65. Startplatz aus ins Rennen gehen konnten. Eine tolle Aufholjagd des Trios, die jedoch nicht über das ansonsten schwache Abschneiden in der Pro-Kategorie hinwegtäuschen konnte. So strandeten die Teams von #54 Dinamic Motorsport, #100 Toksport WRT, #221 GPX Racing trotz starker anfänglicher Performance allesamt nach Reifenschäden bzw. technischen Problemen.

Auch Audi blieb deutlich hinter den eigenen Erwartungen zurück, keiner der gestarteten Audi R8 GT3 EVO II schaffte den Sprung in die Top-10. Ricardo Feller, Markus Winkelhock und Dennis Marschall fuhren mit dem #66 Audi R8 GT3 EVO II auf Platz zwölf noch das beste Ergebnis für die Marke aus Ingolstadt ein. Negativhöhepunkt: eine teaminterne Kollision zwischen den beiden WRT Audi mit der #46 (Valentino Rossi, Frederic Vervisch, Nico Müller) und der #32 (Dries Vanthoor, Kelvin van der Linde und Charles Weerts).

Ein eher unspektakuläres Rennen legte Aston Martin hin, dennoch konnten sich Maxime Martin, Marco Sorensen und Nicki Thiim mit dem #95 Vantage AMR GT3 lange in Lauerstellung halten. Ein 360-Grad Dreher in der Eau Rouge machte jedoch alle Hoffnungen von einer Top-Platzierung zu Nichte und sorgte für einen unplanmäßigen Boxenstopp. Am Ende sprang Rang zehn im Gesamtklassement heraus vor dem bestplatziertesten Lamborghini Hurácan GT3 von Jordan Pepper, Andrea Caldarelli, Marco Mapelli (#6 Orange1 KPAX Racing), die Elfte wurden und ebenfalls über die Distanz hinweg mit Reifenschäden haderten.

Im Silver-Cup setzten sich Jean-Baptiste Simmenauer, Benjamin Goethe und Thomas Neubauer mit ihrem #30 WRT Audi R8 GT3 EVO II gegen die Konkurrenz durch. Den Sieg im neuen Gold-Cup fuhr das Damen-Team von Iron Lynx heraus. Doriane Pin, Rahel Frey, Sarah Bovy und Michelle Gatting triumphierten hier mit dem #83 Ferrari 488 GT3. Im Bronze-Cup waren Tim Müller, George Kurtz, Valentin Pierburg und Reema Juffali mit dem #20 Mercedes-AMG GT3 von SPS automotive performance erfolgreich, während Stefano Costantini, Louis Machiels, Andrea Bertolini und Alessio Rovera mit dem #52 AF Corse Ferrari 488 GT3 im Pro-Am Cup die Nase vorne hatten.

Text: Daniel Cornesse und Fotos: SRO

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