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Beim siebten Lauf der Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS) auf der Nordschleife feierten die beiden Audi R8 LMS von Scherer Sport by Phoenix einen Doppelsieg. Nach einem packenden Zweikampf errangen Kuba Giermaziak (32/Polen) und Kim-Luis Schramm (25/Illmenau) zusammen mit Gaststarter Luca Engstler (22/Wiggensbach) den Sieg vor ihren Teamkollegen Vincent Kolb (27/Frankfurt a. M.) und Scherer-Markenbotschafter Frank Stippler (47/Bad Münstereifel). Ohne Glück waren dagegen die Fahrer des Scherer Team Projekt, die das Rennen vorzeitig beenden mussten.

Frank Stippler auf der Pole-Position

Bei schwierigen Bedingungen auf abtrocknender Strecke zeigten die beiden Audi R8 LMS bereits im Zeittraining eine starke Leistung. Am Ende bewies Frank Stippler das beste Timing und sicherte sich mit einer Zeit von 8.10,050 Minuten die Pole-Position. Kuba Giermaziak fuhr im Schwesterauto mit einer Zeit von 8.15,623 auf den dritten Platz.

Bei leichtem Nieselregen wurde das Vierstunden-Rennen am Samstagmittag als Wet Race gestartet. Beide Scherer-Audi R8 gingen mit Regenreifen auf die Strecke. Startfahrer Stippler setzte sich frühzeitig im Audi #5 an die Spitze des Feldes und baute auf abtrocknender Strecke seinen Vorsprung bis auf eine halbe Minute aus. Auch Kim-Luis Schramm im Schwesterauto behauptete sich in der Spitzengruppe. Beim vorgezogenen ersten Tankstopp wechselten beide Audi auf Slicks.

In der zweiten Rennhälfte machte Luca Engstler im Audi #16 Druck auf das führende Schwesterauto und verkürzte bei einsetzendem Regen den Rückstand Runde um Runde. Eine Stunde vor Rennende ging der Bayer am etwas vorsichtiger agierenden Vincent Kolb vorbei und übernahm die Führung. Auf abtrocknender Strecke waren beide GT3-Sportwagen wieder annähernd gleich schnell. Mehrmals wechselte die Spitzenposition, bis sich im letzten Stint Giermaziak gegen Kolb durchsetzte. Mit einem Vorsprung von 21,649 Sekunden feierten der Pole, Schramm und Engstler den Sieg vor dem Schwesterauto von Stippler und Kolb. Damit übernahm die Startnummer 16 vor der Nummer 5 auch die Führung in der NLS-Speed-Trophäe für die bestplatzierten Fahrzeuge im Qualifying und Rennen. Giermaziak baute mit dem zweiten Saisonsieg seine Führung in der Klassensieger-Trophäe der Klasse SP9 Pro aus.

„Es war ein guter Tag, es hat einfach alles geklappt“, freute sich Kim-Luis Schramm. „Das Qualifying lief zwar nicht ganz optimal, aber mit Platz drei hatten wir eine gute Ausgangslage. Wir haben das schwierige Rennen dann fehlerfrei überstanden.“

Platz zwei war für Frank Stippler und Vincent Kolb bereits das vierte Podium in Folge. „Ein gutes Rennen, eine starke erste Rennhälfte. Vincent hatte dann Pech in einer Code-60-Phase gehabt und dort viel Zeit verloren. Das waren die Sekunden, die uns am Ende auf Platz eins gefehlt haben. Mit ein bisschen mehr Glück hätten wir gewinnen können“, bilanzierte Stippler. „Das ist auf der einen Seite schade, aber wir können mit dem Scherer-Doppelsieg und Rang zwei gegen ein stark besetztes Schwesterauto zufrieden sein.“

„Wir freuen uns über einen toll herausgefahrenen Doppelsieg und ein unglaublich spannendes Rennen“, sagt Scherer-Sport-Chef Christian Scherer. „Beide GT3-Teams haben einen guten Job gemacht und sich ein packendes Rennen geliefert und tollen und fairen Motorsport gezeigt.“

„Es war ein tolles Rennen mit Wetterkapriolen am Start und einem Regenschauer mittendrin. Unser erstes Ziel war, beide Autos ins Ziel zu bringen“, ergänzte Teamchef Ernst Moser. „Am Anfang lagen wir mit den Regenreifen richtig. Der Reifen hat super funktioniert, wir haben nichts gegen die Teams, die auf Slicks gesetzt haben, verloren. Wir haben frühzeitig einen Vorsprung herausgeholt, den wir dann verteidigen konnten. Alle Fahrer haben eine super Performance gezeigt und uns ein schönes und spannendes Rennen geboten.“

Scherer Team Projekt: Schnell, aber ohne Fortune

Höhen und Tiefen erlebten beim NLS7 die Mitglieder des Scherer Team Projekt: Die Mannschaft aus Mitarbeitern der Scherer-Autohäuser betreute zum zweiten Mal einen Audi RS 3 LMS gen II. Im Qualifying ließ das Fahrerteam Michael Bohrer (39/Merzig), Andreas Gülden (43/Reifferscheid) und Mathias Schläppi (46/Schweiz) mit dem zweiten Platz in der TCR-Klasse erneut das Potenzial des Projektes aufblitzen, das bei seinem Debüt im Juni auf Anhieb den TCR-Klassensieg einfuhr. Im Rennen führte der Audi RS 3 LMS im markanten Scherer-Design die Klasse an, schied allerdings nach 15 Rennrunden mit einem technischen Defekt aus. „Das Qualifying lief nicht ganz perfekt, ich musste wegen Verkehr und Gelber Flaggen mehrmals eine schnelle Runde abbrechen, sonst wäre noch mehr möglich gewesen“, sagte „Andy“ Gülden. „Im Rennen lief es gut, leider mussten wir dann wegen eines Defektes in Führung liegend aufgeben. Das war sehr bedauerlich, denn wir waren auch diesmal stark unterwegs.“

„Mit der Performance können wir sehr zufrieden sein“, resümierte Teamleiter Denys Tessmann. „Wir hatten bei den Einstellungsfahrten am Freitag unser Set-up weiter verbessert und waren daher sehr optimistisch, an unsere Leistung von NLS4 anknüpfen zu können. Durch die feuchten Bedingungen war es vor dem Rennen ein Reifenpoker, aber unserer Entscheidung, mit Regenreifen loszufahren, war genau richtig. Andy Gülden hat nach zwei Runden die gesamte zweite Startgruppe angeführt und wir haben dann in Runde drei zum richtigen Zeitpunkt auf Slicks gewechselt. Mathias Schläppi hat in Runde zehn das Auto übernommen, musste es dann aber leider wegen starker Vibrationen als Klassenführender abstellen.“

„Schade, dass der zweite Einsatz unseres Scherer Team Projekt früh beendet war“, so Christian Scherer. „Unsere Mitarbeiter und die Fahrer haben wieder einen tollen Job gemacht, wurden nach dem Klassensieg bei der Premiere diesmal aber leider nicht belohnt.“


Text: Scherer Sport und Fotos: Patrick Liepertz

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