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Nur wenige Tage vorm Start des 40. Internationalen ADAC Zürich 24h-Rennens auf der Nürburgring-Nordschleife verunfallte rent2drive-racing Teamchef David Ackermann bei Testfahrten mit dem BMW M3 E46. Der Wagen zerstört, David Ackermann angeschlagen und so musste „Plan B“ greifen, der am Ende nicht den gewünschten, aber wenigstens einen kleinen Erfolg brachte.

Mit der Verpflichtung von Csaba Walter, einem ungarischen BMW-Werkspiloten und den nordschleifenerfahrenen Jens Riemer, Andrei Sidorenko und Teamchef David Ackermann wollte rent2drive-racing schon im Vorfeld personelle Unzulänglichkeiten ausschließen. „Mit einem Start in der stark besetzten Klasse V6 darf man nichts dem Zufall überlassen. Wenn ein Fahrer unter den Piloten ist, der nicht gerne nachts fährt oder Scheu bei Regen auf der Nordschleife zeigt, ist das Team automatisch nicht mehr in der Spitze zu finden. Mit unserem Fahrerquartett waren wir hier definitiv auf der sicheren Seite", so Ackermann nach dem Rennen. Auch der Wagen war, bis unmittelbar vor seinem ersten Einsatz auf dem Nürburgring in einem Top-Zustand. Bei letzten Testfahrten jedoch verunfallte der Teamchef mit dem Einsatzgerät. Die Beschädigungen waren so schwerwiegend, dass an einen Einsatz nicht zu denken war. Kurzfristig musste Ersatz her: Ackermann ließ seine langjährigen Kontakte in der Rennszene spielen und organisierte von Christian Hirsch einen baugleichen BMW. „Auch wenn der Wagen in einem guten Zustand war – das Setup passte hinten und vorne nicht. Unserer Crew blieben lediglich drei Trainingssitzungen, um die Abstimmung für uns zu finden." Die Mechaniker griffen tief in ihre Trickkiste und legten ihr gesamtes Können an den Tag, was nach den Trainingsläufen mit Rang acht in der Klasse V6 und dem 105. von 169 Startplätzen belohnt wurde. Damit war rent2drive-racing wieder auf Kurs und konnte von einer aussichtsreichen Position ins Rennen gehen.

Kleine Technikprobleme werfen zurück

Die Mechaniker-Crew wurde durch zwei ungarische Werksschrauber komplettiert: Csaba Walter hatte die beiden Techniker zur Nordschleife mitgebracht und erfolgreich ins Team integriert. „Mit ihrem Wissen und den Kenntnissen", bedankt sich Ackermann, „haben sie uns während des gesamten 24h-Rennen wirklich sehr gute Dienste geleistet.“

Direkt nach dem Start zeigte sich, mit welcher Härte in der Jubiläumsausgabe des 24h-Rennens zu Werke gegangen wurde. Schon früh gab es zahlreiche, mitunter schwere Unfälle, die dafür sorgten, dass das verbleibende Feld immer wieder eingebremst wurde. An der harten Gangart beteiligte sich das rent2drive-racing-Quartett nicht und konnte sich so mit konstant schnellen Rundenzeiten langsam nach vorne bringen. Noch vor Halbzeit wurde das Team auf dem dritten Rang der Klasse geführt, ein Beleg dafür, dass die Mannen rund um David Ackermann alles richtig machten. „Die Platzierungen wechselten immer wieder – mal lagen wir etwas weiter zurück, mal etwas weiter vorne. Bedingt durch die Boxenstrategie gab es immer wieder Verschiebungen. Bis dahin waren wir mehr als zufrieden. Insbesondere deswegen, weil wir eigentlich auf einem uns komplett unbekannten Fahrzeug fuhren", resümiert Ackermann. Der gute Lauf sollte jedoch nicht anhalten: Immer wieder haderten die Fahrer mit kleinen technischen Problemen, die zwar jedes Mal in Windeseile an der Box beseitigt wurden, für die Fahrt aber immer wieder Unterbrechungen bedeuteten. Das Team verlor somit wertvolle Zeit und einige Plätze, konnte sich jedoch auf dem sechsten Rang der Klasse festsetzen. So ging es dann auch nach 24h über die Ziellinie, auf dem sechsten Klassenrang und dem 57. Platz der Gesamtwertung. Das Team hatte binnen der Renndauer 127 Runden abgespult und eine Distanz von 3223 Kilometer hinter sich gebracht. Das entsprich ungefähr der Strecke von Köln zur weißrussischen Hauptstadt Minsk und zurück!

David Ackermanns Fazit fällt eindeutig aus: „Das Rennen glich eher einem Kurzstrecken-Sprint als einem Langstreckenklassiker. Es wurde extrem hart gefahren und gekämpft, die vielen Ausfälle sind ein Beleg dafür. Nur weil wir Fahrer uns auf der Strecke aus allem rausgehalten haben und weil die Boxenmannschaft den technischen Querelen schnell und professionell begegnen konnte, haben wir den sechsten Rang der Klasse sicher heimfahren können. Ein Beweis dafür, dass Langstreckenrennen echte Teamleistung sind und nicht der Verdienst einzelner. Ich bin stolz darauf, eine solche Mannschaft zu haben, die auch dann zusammenhält, wenn es mal eng wird. Zum Team gehören aber auch die Partner & Sponsoren, ohne die ein Start erst gar nicht möglich gewesen wäre. Dafür bedanke ich mich bei proWIN international, Dauner Sprudel, Galerie „Wohnzimmer" Virneburg, Hotel Haus Marvin, Warsteiner, KRAVAG, raceroom, VarsityEight und dem Brauhaus Vetter für die tolle Zusammenarbeit. Erwähnen möchte ich auch Uwe Alsbach vom Powergym Lahnstein, der uns Fahrer nach den anstrengenden Turns mit Passagen wieder fit gemacht hat.“

Text und Fotos: Werner Röder

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