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Das legendäre 24h Rennen am Nürburgring 2012 endete mit einem weiteren Langstreckenerfolg für Pierre Kaffer. Hinter zwei Audis belegte Pierre im Hankook-Team Heico Mercedes-Benz SLS AMG GT3 mit der Startnummer 66 gemeinsam mit seinen Fahrerkollegen Andreas Simonsen (Schweden), Christiaan Frankenhout (Holland) und Lance David Arnold Platz drei in einem an Dramatik kaum zu überbietenden Rennen.

Die Nummer 66 lief das gesamte Rennen über einwandfrei ohne jegliche Komplikationen. Ein kurzes Problem mit der Servolenkung hatte sich schnell erledigt und so war das Wechseln der Bremsbeläge das Einzige was außer Tanken, Reifenwechsel und Fahrerwechsel jeweils an der Box, zu erledigen war. Die Boxenstopps wurden präzise wie ein Uhrwerk abgespult. Jeder einzelne Boxenstopp sowohl für das Schwesternauto mit der Nummer 65, mit der Fahrerbesetzung Lance David Arnold, Bernd Schneider, Alexandros Margaritis und Kenneth Heyer wie auch für Pierre Kaffers Nr. 66 verliefen fantastisch schnell, so dass in einer frühen Phase des Rennens beide Hankook Mercedes vom Team Heico auf P1 und P2 lagen.

Das diesjährige Rennen war von einer unglaublichen Leistungsdichte gekennzeichnet. Zur Freude der Zuschauer und der Fahrer hatten die Organisatoren ein besonderes Qualifying für die 40 stärksten Fahrzeuge angesetzt und hier zeigte sich die hohe Leistungsdichte der GT3 Boliden. Das 24h Rennen erwies sich unter diesen Bedingungen als Sprintrennen von Anfang an. Wie nie zuvor kam es bei diesem Rennen gleich zu Beginn zu unglaublich zahlreichen Unfällen des 171 Wagen starken Teilnehmerfeldes, wodurch viele Trümmerteile auf der Strecke zahlreichen Teams zum Verhängnis wurden, da sie sich Reifenschäden einfingen, die Hoffnungen auf vordere Platzierungen oftmals zunichte machten. Die beiden Autos des Heico Teams hatten in dieser Phase des Rennens den Renngott auf ihrer Seite und blieben von diesen Zwischenfällen verschont.

Ungewöhnlich gut für den Nürburgring erwies sich das Wetter bei diesem 24h Rennen, bis auf eine Regenphase in der Nacht am frühen Sonntagmorgen war es trocken, in weiten Teilen sonnig und so erlebten mehr als 100 000 begeisterte Zuschauer am Ring und Millionen an den Fernsehern eine unglaublich spannende Schlussphase. Etwa 20 Minuten vor Rennende führten die beiden Audis von Audi Sport Team Phoenix und Mamerow Racing, dicht gefolgt von Pierre Kaffers Schwesternauto mit der Nr. 65. Dahinter lag der Manthey Porsche auf P4 und Pierres Nr. 66 auf P5. Doch dann überschlugen sich die Ereignisse. 15 Minuten vor Schluss kam die auf P3 liegende Nr. 65 mit Kühlerschaden neben der Strecke zum Stehen. Besonders bitter für das Team Heico, hatten sie doch im letzten Jahr 30 Minuten vor Ende ihre Hoffnungen auf das Podium wegen einem Antriebswellenschaden begraben müssen. Durch diesen Ausfall lag dann aber Pierres Nr. 66 auf P4. Das Team ahnte, dass der Manthey Porsche sehr knapp mit seinen Tankreserven dicht vor ihnen fuhr und so hieß es in der Schlussphase für die Nr. 66 push, push, Druck auf den vor ihnen liegenden Porsche ausüben und tatsächlich 11 Sekunden vor Rennende konnte die Nr. 66 den ohne Benzin ausrollenden Porsche kurz vor der Ziellinie überholen, musste noch eine Runde über die gesamte Strecke zurücklegen und beendete das Rennen auf P3. Der Manthey Porsche blieb hinter der Ziellinie endgültig stehen und so kam es noch zu einem Auffahrunfall mit einem Renault Clio auf der Start-Ziellinie.

Die Fahrer der Nr. 66 konnten sich überglücklich auf dem Podium feiern lassen. Lance David Arnold, der für beide Hankook-Team Heico Mercedes SLS AMG GT3 genannt war, konnte mit den drei Fahrern der Nr. 66 auf das Podium, obgleich er das Rennen ausschließlich auf dem Schwesternauto bestritten hatte. Er bedankte sich bei seinen drei Fahrerkollegen für den Podiumsplatz.

Ein müder aber glücklicher Pierre Kaffer nach dem Rennen: „Das Rennen war der absolute Knaller. Bei noch keinem 24h Rennen am Nürburgring waren so viele hervorragende Autos und so viele gute Fahrer am Start. Ich bin jeweils Doppelstints gefahren und habe auch in der Regenphase Sonntagnacht beziehungsweise sonntagmorgens am Steuer gesessen und es war wirklich schwierig das Auto auf der Bahn zu halten, aber es hat dann doch alles gepasst. Hankook hat super Reifen für die Nürburgring Nordschleife bereit gestellt und das Heico Team hat einen fantastischen Job gemacht. Schade, dass unser Schwesternauto so kurz vor Schluss liegen geblieben ist, sonst hätte unser Team ein Topergebnis in der Teamwertung gehabt. Aber dieser Podiumsplatz macht mich glücklich und jetzt hoffe ich, dass bei den 24h Le Mans das Glück ebenfalls auf meiner Seite ist und ich mit dem Pecom Racing Team in Le Mans erfolgreich sein werde.“

Text und Fotos: Jennifer Jessica Wawrzyniak / motioncompany

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