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Kurz nach dem Zieleinlauf konnte Tobias Guttroff wieder lächeln. Dabei steckte dem Scheinfelder ein anstrengendes und aufreibendes 24-Stunden-Rennen in den Knochen. „Das war doch noch ein versöhnliches Ende, mit dem ich sehr gut leben kann“, meinte er.

Obwohl er mit seinen drei Fahrerkollegen Joachim Kiesch, Peter Bonk und Jens Richter als letzter gewertet wurde, konnten die vier das Rennen als Erfolg werten und ein wenig feiern. Die rote Laterne hat eigentlich niemand gerne. Wenn man aber so einen Rennverlauf erlebt, wie die Crew der Callaway Corvette, dann ist eine Feier durchaus berechtigt. Denn die vier Piloten und das Team von Bonk motorsport rechnete schon gar nicht mehr damit, überhaupt innerhalb der Wertung anzukommen. Dabei hatte zunächst alles reibungslos begonnen.

Im Mittelfeld des 170 Auto starken Teilnehmerfeldes konnte die weiß-schwarz-gelbe Corvette ihre Power zeigen. Das Fahrerquartett kam schnell in einen guten Rhythmus und außer Tanken, Reifenwechseln und Scheibe putzen musste die Boxenmannschaft nichts machen. Aus den zahlreichen Unfällen rund um die Nürburgring-Nordschleife hielt sich die Mannschaft raus und bis in die Abendstunden konnte sich die Corvette in der Klasse sehr gut halten.

Doch dann nahm das Drama um den US-Boliden seinen Lauf. Mit Schaltproblemen steuerte das Auto die Box an. Noch konnte niemand genau sagen, was defekt war. „Wir müssen jetzt erst einmal alles abkühlen lassen und dann sehen wir weiter“, erklärte Teamchef Michael Bonk. Wenig später dann die Gewissheit: das Getriebe des Autos hatte seinen Dienst versagt. Doch Aufgeben gilt bei einem 24-Stunden-Rennen nicht. Vor allem, wenn 235.000 Fans rund um die Strecke jeden feiern, der unterwegs ist. Das wollten sich die vier Piloten nicht entgehen lassen. Knapp sieben Stunden wurde in der Box geschraubt, dann grollte der Motor der Corvette wieder.

„Von da an war uns nur noch wichtig anzukommen, wir wussten ja nicht einmal, ob wir auch offiziell in der Wertung landen würden“, Tobias Guttroff hoffte auf ein gutes Ende. Denn um auch gewertet zu werden, muss man einen bestimmten Prozentsatz der Runden des Gesamtsiegers gefahren haben. Letztlich reichten die 77 Umläufe, um auf Platz 111 als Letzter in der Wertung zu stehen. „Aufgeben kam für uns nie in Frage. Ich freue mich vor allem für die Boxencrew, die für den Getriebewechsel die Nacht durch geschraubt hat“, Tobias Guttroff weiß, bei wem er sich zu bedanken hat. Ob er 2013 wieder am Nürburgring antritt? „Bestimmt, aber im Sommer fahren wir erst einmal das 24-Stunden-Rennen von Barcelona.“ Hoffentlich lässt die Mannschaft dort das Getriebe nicht im Stich.

Text und Fotos: Martin Brock

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