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Fünf von sechs Autos in der Wertung und zwei davon auf dem Podium – für Mathol Racing war das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring durchaus erfolgreich. Wenn auch der Klassensieg in der beachteten GT4-Klasse erneut verwehrt blieb.

„Die Mannschaft hat über die komplette Zeit wirklich hervorragende Arbeit geleistet“, lobte Teamchef Matthias Holle seine Crew aus Fahrern, Mechanikern und weiteren Mitarbeitern, die teilweise schon seit Montag vor dem Rennen am Nürburgring waren.

Einige beeindruckende Zahlen zum Rennen von Mathol Racing: 75 Teammitglieder (Fahrer und die gesamte Crew) sorgten für die Autos und fuhren sie mit den Startnummern 61, 62, 135, 170, 230, 231. Verbraucht wurden dabei rund 6800 Liter Kraftstoff, 1600 Liter Kaltgetränke, mehr als 1500 Kaffeespezialitäten und fast 1000 hervorragende Pizzen und Nudelgerichte der beiden italienischen Teamköche vor Ort.

Das härteste und spannendste Duell bot Mathol Racing in der GT4-Klasse mit dem Dauerkonkurrenten Bonk Motorsport. Zwei Aston Martin Vantage V8 GT4 gegen zwei BMW M3 GT4. „Es war klar, dass hier schon ein kleiner Fehler den Ausschlag geben kann“, meinte Matthias Holle später. Nach einem fulminanten Start, bei dem Wolfgang Weber dem direkten Konkurrenten davon fahren konnte, setzte sich die Startnummer 61 im Laufe der Zeit immer mehr vom Feld ab. Dagegen war für den AVIA Aston mit der Nummer 62 das Rennen in der zweiten Runde beendet.

„Bei einem Überholmanöver wurde das Auto durch eine unachtsame Mini-Fahrerin mit 180 Stundenkilometern in die Leitplanke geschickt“, Matthias Holle konnte mit seiner Crew danach nichts mehr für dieses Auto tun. Der Wagen wurde von der Strecke gezogen und die Rennleitung verweigerte den Rücktransport per Abschleppwagen in die Box. „Heutzutage muss man schon Werksteam sein um diesen früher üblichen und sinnvollen Service zu bekommen!“ ärgerte sich Holle. Glücklicherweise blieben die beiden Unfallpiloten unverletzt. Derweil setzte sich der Klassenprimus bis in die Nacht hinein deutlich von der Konkurrenz ab. Doch in der Dunkelheit wurde auch Nordschleifen-Neuling Nico Verdonck Opfer eines unachtsamen BMW-Fahrers und ein Überholvorgang endete im Kiesbett. Zwar kam er aus eigener Kraft noch an die Box, doch die anstehende Zwangspause kostet Mathol Racing die bisher überlegene Führung. „Ich habe mich zunächst geärgert, aber so etwas kann immer passieren. Nico hat ansonsten einen tadellosen Job gemacht. Wie im Übrigen seine drei Fahrerkollegen auch.“ Kaum wieder auf der Strecke, starteten Weber, Verdonck, Norbert Bermes und Marcel Belka eine Aufholjagd, die am Ende mit Platz zwei belohnt wurde. Somit stellt Mathol Racing auch in 2012 wieder den besten Aston Martin im Starterfeld.

Überraschend dritter wurden Andreas Weishaupt, Hal Prewitt, Jochen Herbst und Daniel Schwerfeld mit dem Porsche Cayman R in der sehr stark besetzten Klasse V6. Matthias Holle war hier besonders stolz, da der Porsche das jüngste Kind in der Fahrzeugflotte von Mathol Racing ist. Mit dem Ergebnis sicherte sich das Fahrerquartett nicht nur das Podium, sondern schaffte es schnellstes Porsche-Team in der Klasse zu sein. „Wir waren uns nicht sicher über die Haltbarkeit des PDK-Getriebes, aber das gesamte Fahrzeug lief zu 100 Prozent störungsfrei und alle Fahrer waren begeistert.“

Für Jörg Kittelmann, Klaus Müller und Eberhard Schneider ging es erneut nur darum, vernünftig ins Ziel zu kommen. Mit ihrem Seat Leon Supercopa hatten es die drei in der Klasse SP3T eh schwer. Entsprechend glücklich waren die drei nach 24 Stunden über Platz 7 von 12 in der Klasse. Der Seat hatte die Hatz durch die Grüne Hölle ohne Blessuren überstanden. Tanken, Reifen und Bremsen wechseln und putzen – mehr musste die Crew nicht an dem Auto machen. Dritter Start im 24h-Rennen und dritte Zielankunft, was will man mehr.

Thomas Heinrich, Wolfgang Prämaßing, Jim Briody und Sheik Jaber bin Ali al Kalifa sahen nach langen 24 Stunden das Ziel. Mit ihrem Honda S2000 erreichte die internationale Mannschaft in der Klasse SP3 den neunten Rang gegen starke Konkurrenz von insgesamt 16 Startern.

Last but not least landeten Sebastian Schäfer, Rüdiger Schicht und Michael Imholz mit dem Honda Civic Type R auf Platz 12 in der Klasse SP3. „Bei dem Auto war alles dabei“, meinte Matthias Holle später. Zu später Stunde musste der Motor gewechselt werden, vormittags am zweiten Renntag bremste ein Reifenschaden den Civic aus. Doch letztendlich schaffte es der Wagen – wenn auch deutlich gezeichnet – ins Ziel.

„Ich freue mich auf die 41. Ausgabe im nächsten Jahr und wünsche mir, dass der ADAC einige Fakten erkennt und reagiert. Rund 41 Prozent Unfall-/ Ausfallquote in der Klasse SP 7 und 48 Prozent Unfall-/Ausfallquote in der SP9 – als in den schnellsten Klassen des Feldes – sprechen eine eindeutige und gefährliche Sprache.“

Text und Fotos: Martin Brock

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