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Marcel Belkas 24-Stunden-Karriere zeigt steil bergauf. Nach bisher zwei Zielankünften im Mittelfeld, gelang dem Lehrter jetzt der Sprung auf Rang zwei in der GT4-Klasse. „Ich bin wirklich glücklich, auch wenn am Ende vielleicht sogar der Sieg möglich gewesen wäre.“ Mit dem Aston Martin Vantage V8 GT4 kämpfte Belka wie schon in der VLN Langstreckenmeisterschaft gegen zwei BMW M3 von Bonk motorsport.

Ein kleiner Ausritt des Aston Martin kostete letztlich den Sieg. Dass dieses 24-Stunden-Rennen keines, wie jedes andere sein würde, zeigte sich schon in den ersten Runden. Während das Schwesterfahrzeug von Mathol Racing in einen Unfall verwickelt wurde und frühzeitig ausschied, sorgte Belkas Teamkollege Wolfgang Weber vom Start weg für die Führung in der Klasse. Allerdings musste er höllisch aufpassen, nicht auch in einen Crash verwickelt zu werden. An vielen Stellen rund um die Nordschleife krachte es im Minutentakt. Auslöser waren vor allem zahlreiche Reifenplatzer. Das Unangenehme dabei: je mehr Unfälle passierten, desto mehr Trümmerteile sorgten für noch mehr Reifenschäden. „Was dieses Jahr passierte, war schon ungewöhnlich“, meinte auch Belka hinterher.

Er selbst baute den Vorsprung, den sein Teamkollege geschaffen hatte weiter aus. Der Aston Martin lag zwischenzeitliche fast eine Runde in Front. Mehr gestattet die direkte Konkurrenz von Bonk motorsport allerdings nicht. Und während kleine, wie große Renner immer wieder von der Strecke kegelten kam die Truppe um Marcel Belka nahezu problemlos um den Kurs. Die 235.000 Zuschauer waren für die Piloten eine zusätzliche Motivation.

Auch nachts sorgte Belka dafür, dass der Abstand zu Platz zwei konstant hoch blieb. Er war genauso schnell, wie die direkten Konkurrenten tagsüber. Doch mitten in der Nacht kam es dann zu einem ungewollten Ausritt ins Kiesbett des Aston Martin. Nicht Belka, sondern sein Fahrerkollege Nico Verdonck hatte kurzzeitig die Kontrolle verloren und war abseits der Piste gelandet. Glücklicherweise blieb er vom Einschlag in die Leitplanke verschont. Mit unfreiwilligem Zusatzgewicht an Bord fuhr er vorsichtig zurück an die Box, um dort alles überprüfen und gegebenenfalls reparieren zu lassen. „Dabei haben wir dann leider mehrere Runden und auch die Führung verloren“, erklärte Belka, der seinem Teamkollegen keinen Vorwurf machte, „das hätte mir auch passieren können.“

Mit sehr guten Rundenzeiten wetzte Verdonck die kleine Scharte wieder aus. Alle vier Piloten packte von diesem Zeitpunkt an der Kampfgeist und nach 24 Stunden rangierte der Aston Martin wieder auf Platz zwei in der Klasse. „“Wir waren das deutlich schnellste Team und wissen was wir können“, meinte Belka zuversichtlich, „dann gewinnen wir halt 2013.“

Text und Fotos: Martin Brock

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